Wulfert-Kids sind ins JuK eingezogen

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Der Bau dieser neuen Fluchttreppe am JuK am Park verzögerte sich um fast ein halbes Jahr. Jetzt ist sie endlich fertiggestellt. (Foto: privat)
Hemer: JuK am Park |

Die Kinder der Übermittagsbetreuung an der Wulfert-Schule strahlen. Endlich - mit einer Verzögerung von rund einem halben Jahr - konnten sie am 1. Dezember ihr neues Domizil im Jugend- und Kulturzentrum am Park beziehen.

Die scheinbar unendliche Geschichte begann Anfang des Jahres, als bei den Anmeldungen für das neue Schuljahr von den Eltern für insgesamt 56 Kinder (statt der zuvor nur 35) eine Übermittagsbetreuung gewünscht wurde. Die bis dahin 35 Grundschüler und Grundschülerinnen wurden zum einen bereits seit acht Jahren in der „Fledermaushöhle“, dem Pavillon auf dem Wulfert-Schulhof, sowie seit 2008 in einem Erdgeschossraum im JuK betreut. „Den zusätzlichen 20 bis 30 wurde die Übermittagbetreuung seitens der Schule, des Schulamtes und des Betreuungsträgers vertraglich zugesichert - unter der Voraussetzung und mit der Aussicht, ins ehemalige JuZ 205 ziehen zu können“, erinnert sich Lili Dahm, eine von vier 400-Euro-Kräften, die die Übermittagsbetreuung organisieren.
„Das Gebäude neben der Bücherei steht nahezu leer, war fußläufig von der Schule gut zu erreichen und bot ausreichend Platz“, so Lili Dahm weiter, „wir hatten sogar bereits einen Schlüssel erhalten, erste Einrichtungsgegenstände angeschafft und wollten mit der Innenrenovierung beginnen.“ Doch dann kam wie ein Blitz aus heiterem Himmel das Veto aus dem Rathaus. Das Zentrale Immobilien-Management hatte Investitionskosten von mindestens 20.000 Euro ermittelt und außerdem sollte das Gebäude kurz- bis mittelfristig an einen Investor verkauft werden, so die Begründung.

Bescheidene Weihnachtswünsche - Wer kann helfen?


Doch wohin mit den Kindern? Die Verwaltung schlug stattdessen die Nutzung von weiteren Räumen im JuK vor - allerdings im Obergeschoss, wo bis dato die Jugend-Gerichtshilfe ihr Domizil hatte. Und da ergab sich bereits das nächste Problem, denn so etwas geht in heutiger Zeit nicht mehr ohne die Beteiligung eines Brandschutz-Fachmannes. Und der sagte sinngemäß: „Wenn dort so viele Kinder betreut werden sollen, ist aus Brandschutzgründen zwingend eine zusätzliche Fluchtmöglichkeit im Brandfall in Form einer Außentreppe am Gebäude vorzusehen.“
Leichter gesagt als getan, denn so eine Investition (mehr als 13.000 Euro) muss in der öffentlichen Hand nun mal erst diverse Hürden bis zur Realisierung überspringen. Und so wurde die Treppe nicht wie geplant zu Schuljahresbeginn oder wenigstens kurz danach, sondern erst in der letzten Novemberwoche fertigstellt. Die Folge: Seit Schuljahresbeginn durfte die bislang schon im JuK betreute Wulfert-Gruppe die Räume im Obergeschoss nicht mehr wie bisher zur Hausaufgabenbetreuung nutzen und die zusätzlichen „Übermittagskinder“ mussten mit Klassenräumen im Gebäude der Wulfertschule mehr schlecht als recht betreut werden.
„Vor rund eineinhalb Wochen bekamen wir dann endlich grünes Licht für den Umzug“, berichtet Lili Dahm, die zusammen mit drei weiteren pädagogischen Kräften unter der Trägerschaft des Ev. Kirchenkreises jetzt knapp 60 Kinder betreut, und damit bereits wieder an den personellen und räumlichen Grenzen angekommen ist. „Aber jetzt freuen wir uns erst einmal, dass wir wieder alle unter einem Dach zusammen sind.“ Ein paar bescheidene „Weihnachtswünsche“ hat Lili Dahm dann aber doch noch: „Wir suchen für unseren Gruppen u.a. noch eine Stand-Maltafel und einen tragbaren CD-Player, gerne auch gebraucht, aber gut erhalten.“ Also, wer helfen möchte, sollte einfach eine kurze Mail unter wilde-wulf-kids@web.de schicken oder direkt mittags bis 15 Uhr vor Ort im JuK vorbeischauen. Und last but not least wäre da ja auch noch der Wunsch, die Wiese hinter dem JuK komplett einzuzäunen, denn aktuell trüben dort regelmäßig die Hinterlassenschaften von „Wuff & Co.“ die Freude von ballspielenden Wulfert-Kids...
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