Zwischenfazit: Jürgen Kalf (68) aus Nachrodt ist vor vier Wochen Richtung Grönland gestartet

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Zurzeit hält Jürgen Kalf (68) aus Nachrodt sich in Danzig auf. Sein großes Ziel: Grönland. (Foto: privat)

Nun sind seit dem Start von Jürgen Kalf (68) in ein neues Abenteuer inzwischen vier Wochen vergangen - und zwar per Fahrrad von Nachrodt nach Grönland (wir berichteten) zu reisen. Der 68-Jährige hat ein erstes Zwischenfazit gezogen.

(Text von Jürgen Kalf) „Dieses Mal habe ich mir eine schönere Reiseroute ausgesucht, um die schönen Ecken Deutschlands noch besser kennenzulernen, denn der Weg ist ja das Ziel. Das schöne Münsterland habe ich durchfahren, das Osnabrücknerland, bei Hamburghahn bin ich auf den Elberadweg übergewechselt - dieser ist, denke ich, einer der schönsten Deutschlands. Hier wurde mit einer Fähre übergesetzt nach Mecklenburg-Vorpommern: Eine Flusslandschaft, welche der Mensch noch im Ursprung gelassen hat mit all seinen schönen Auen in Dülmitz. Es war einst die Staatsgrenze, und das ganze Dorf Dülmitz war zu Zeiten der DDR eingemauert. Jetzt ging es durch die wunderschönen Nationalparks Vorpommerns weiter Richtung Ostseeradweg, den ich dann vor Bad Doberan erreichte. Die deutschen Ostseebäder abzuradeln, ist ein Genuss: Nach Ahlbeck ging es weiter durch Polen. Ich war in einer anderen Welt... Aber nur so bekommt man eine Wertschätzung, in welchem schönen Land wir leben: Erst einmal war es vorbei mit den schönen Radwegen. Schnell suchte ich mir die Strecke aus, welche mich nur an der Ostsee vorbeiführte. Nun durchfuhr ich die Vergangenheit Deutschlands - Rewal, Kolberg, Borkowice, Gaski, Mielno, Lazy, Darlowo-Rügenwalde, Ustka-Stolpmünde, Kluki. Die Halbinsel Hel habe ich durchfahren bis zum Ende. Hier wurde mit der Fähre übergesetzt nach Gedingen, dann musste ich auf nicht angenehmen Straßen nach Danzig fahren. Dort habe ich im Stadtpark mein Zelt aufgebaut - wie jeden Tag auf dieser Reise. Bei zwei großen Unwettern dachte ich schon, Odin wollte mich in seine Walhalla holen - ich wurde sogar telefonisch gewarnt vor diesen aufziehenden Unwettern, aber ich wollte einmal die Grenzen kennenlernen. Es war ein Erlebnis - wie alles auf dieser Radtour . Jetzt fahre ich weiter durch die deutsche Vergangenheit - das frische Haff und die Kurische Nehrung.“
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