CDU Iserlohn: Parkplatz statt Parkhaus am Seilersee

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Iserlohns Christdemokraten präferieren Alternative, Verwaltung beharrt auf Planung

Iserlohn. Die CDU-Ratsfraktion wird auf keinen Fall dem Bau eines Parkhauses am Seilersee zustimmen. Den empfiehlt die Stadtverwaltung aber auch nach einer Prüfung der Alternative, die CDU-Vertreter jetzt noch einmal bei einem Pressegespräch vor Ort erläuterten.
6,6 Millionen Euro Baukosten und bis zu 350.000 Euro Betriebskosten jährlich für ein Parkhaus auf dem Parkplatz vor der Eissporthalle seien zu viel, erläuterte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Michael Schmitt. „Außerdem müssten dann Spaziergänger, Schwimmbad- und Roosters-Fans Parkgebühren bezahlen“, ergänzte Jörg Teckhaus. Eine Erhöhung der Parkgebühren in den Innenstadt-Parkhäusern sei zudem wahrscheinlich, um Kosten aufzufangen.

Einsparungen im siebenstelligen Bereich?

Die CDU-Fraktion favorisiert den Alternativ-Plan: Ein angrenzendes Autohaus am Seilersee tauscht das Grundstück und errichtet auf dem sogenannten Kirmesplatz ein attraktives, zur Seilerseestraße hin sichtbares neues Gebäude. Das Autohaus sei dazu bereit, die Größe passe, nötig sei nur eine Änderung des Bebauungsplans, sagte Schmitt. Auf der frei werdenden Fläche in Nähe zu Schwimmbädern und zukünftiger Gesamtschule könnten dann etwa 440 Stellplätze geschaffen werden – das geplante Parkhaus sieht 417 vor. Mit Parkplatz statt Parkhaus könnte man einen siebenstelligen Betrag und die Betriebskosten einsparen, die sich über eine Parkhaus-Nutzung von 25 Jahren auf 8,75 Millionen Euro summieren würden, so die CDU.
Auch die Schausteller seien grundsätzlich nicht gegen eine Verlagerung der Kirmes, berichtete Teckhaus aus entsprechenden Gesprächen. Zwar sei da noch einiges zu klären, etwa die Lärmbelastung der Anwohner, doch mit asphaltierten Wegen und einer eingeplanten Wasser- und Stromversorgung biete der neue Platz große Vorteile. „Und es ist dann immer noch eine Osterkirmes am Seilersee“, so der CDU-Stadtverbandsvorsitzender Paul Ziemiak.
Beraten wird der Stadtrat die Angelegenheit Ende Mai. Die CDU-Fraktion hofft, dass sich eine Mehrheit für die Parkplatz-Lösung finden wird. Erneut geht jedoch der Vorwurf an die Verwaltung, dass die Beratungen nicht-öffentlich sein werden. „Beim Grundstückskauf ist das klar. Aber der Rest ist von großem öffentlichen Interesse“, so Schmitt. (higo) CDU-Stadtverbandsvorsitzender Paul Ziemiak, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Michael Schmitt und Jörg Teckhaus (v.l.) begründeten bei einem Ortstermin nochmals ihre Ablehnung des geplanten Parkhauses. Foto: Goor-Schotten
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