Drei Regionen erhalten den Regionale-Zuschlag und bekommen Förderung des Landes NRW

Anzeige
(Foto: Foto Janusch/Südwestfalen-Agentur)
 

In einer Pressemitteilung des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr NRW heißt es heute (14. März 2017):

REGIONALEN verbessern die interkommunale Zusammenarbeit von Städten und Gemeinden und stärken dadurch die Regionen, deren Wirtschaft, den Tourismus und die Mobilität der Menschen vor Ort. Aus insgesamt sieben Bewerbern hat das Landeskabinett nun drei Regionen ausgewählt, die sich für die Durchführung der REGIONALEN 2022 und 2025 beworben haben. Die konkrete zeitliche Abfolge wird noch festgelegt werden. Die Kooperationen von Kreisen, Städten und Gemeinden werden mit Fördermitteln des Landes NRW in dreistelliger Millionenhöhe unterstützt. Folgende Regionen haben den Zuschlag erhalten:

• Bergisches Rheinland mit dem Oberbergischen Kreis, Teilen des Rhein-Sieg-Kreises und dem Rheinisch-Bergischen Kreis

• Südwestfalen mit den Kreisen Soest, Olpe, Siegen-Wittgenstein, dem Märkischen Kreis und dem Hochsauerlandkreis

• Ostwestfalen-Lippe mit den Kreisen Gütersloh, Herford, Höxter, Lippe, Minden-Lübbecke und Paderborn sowie der kreisfreien Stadt Bielefeld

Stadtentwicklungsminister Michael Groschek sagte nach der Kabinettsentscheidung: „Die REGIONALEN in NRW haben sich zu echten Rennern entwickelt und sind bundesweit einzigartig. Sie eröffnen der jeweiligen Region vielfältige Möglichkeiten, das Lebensumfeld der Menschen attraktiver zu gestalten. Mit Hilfe der REGIONALEN verbessert sich fast automatisch die Schlagkraft der Regionen. Das große Interesse und die bemerkenswerte Qualität der Bewerbungen zeigen einmal mehr, wie wichtig dieses Format für die Entwicklung der Regionen des Landes ist.“

Das Landeskabinett hat sich mit dieser Entscheidung der einstimmigen Empfehlung der Fachjury angeschlossen. Bei allen drei Wettbewerbsbeiträgen handelt es sich um strukturell und konzeptionell angelegte Bewerbungen, die Themen von Stadt-Land-Beziehungen in überzeugender Weise und mit erfolgversprechenden regionalen Strategien angehen.

Die Kommunen im Bergischen Rheinland wollen stärker kooperieren, um gegen die großen Städte der Rheinschiene bestehen zu können. So soll in dem ländlichen Raum mit verschiedenen Maßnahmen unter anderem die Wirtschaft gestärkt werden, damit die Region nicht nur als Pendlerregion wahrgenommen wird.

Ostwestfalen-Lippe ist mit seinen Stadtzentren und dem ländlichen Raum sehr vielfältig aufgestellt. Die Attraktivität der Region soll durch eine gleichmäßigere Entwicklung sichergestellt werden, beispielsweise durch eine verbesserte Daseinsvorsorge.

Südwestfalen schließlich möchte verhindern, dass insbesondere junge Menschen die Region verlassen und setzt hierfür ganz auf die Digitalisierung. Beispielsweise sollen mit digitalen Plattformen Mobilität der Menschen vor Ort erhöht oder die gesundheitliche Versorgung verbessert werden. (...)"

Digital – nachhaltig – authentisch. Mit dieser so genannten Südwestfalen-DNA war Südwestfalen gegen sechs weitere Bewerber-Regionen ins Rennen gegangen. „Die Instrumente der Digitalisierung bieten wirklich eine große Chance für die ländlichen Räume, aus der Wahrnehmung als räumliche Restkategorie herauszukommen und als Innovationsraum erkannt zu werden. Aber wir müssen sie klug und durchdacht einsetzten. Gerade auch, wenn wir die jungen Leute in Südwestfalen mitnehmen möchten, denn sie sind die „Digital Natives, von Ihnen können wir eine Menge lernen“ so Dr. Stephanie Arens, Südwestfalen Agentur.

„Ich bin überzeugt, dass der Ansatz der Region Südwestfalen, von einer breiten Basis aus Wirtschaft und Ehrenamt getragen auf eine starke Unternehmensbeteiligung im Prozess zu setzen, zukunftsweisend ist“, so Michael Groschek in seinem Schreiben abschließend.

Insgesamt haben sich an der Bewerbung nicht nur zahlreiche Akteure aus allen relevanten Bereichen beteiligt. Auch in fast allen 59 Städten und Gemeinden (der Gemeinderat Welver fasst seinen Beschluss erst Anfang April) wurde die südwestfälische Strategie zur Regionale-Bewerbung unterstützt.

Der weitere Prozess



Wie geht es jetzt weiter? In enger Abstimmung mit dem NRW-Städtebauministerium und ihren Gremien wird die Südwestfalen Agentur in Olpe nun einen Umsetzungsfahrplan erarbeiten, der die Rahmenbedingungen personellen und strukturellen Voraussetzungen für die REGIONALE 202X beschreibt. Ganz im Zeichen der Regionale wird auch das Südwestfalen-Forum stehen, das am 14. September in Olpe stattfindet. Und wie bereits bei der REGIONALE 2013 wird Südwestfalen wieder den „Weg der Sterne“ gehen. Der Südwestfalen Kompass „Auf dem Weg 2030“ definiert die Themen, Rahmenbedingungen und „Spielregeln“ für den Qualifizierungsprozess. Die offizielle Aufnahme einer Projektidee in die Regionale erfolgt durch die Auszeichnung mit einem ersten Stern. Ein zweiter dokumentiert die Schlüssigkeit der Konzeption und ihre finanzielle Realisierungsperspektive. Bei der Entscheidung zum dritten Stern sind alle inhaltlichen wie finanziellen Fragen geklärt. „Wir werden die Prozesse mit der nötigen Sorgfalt, aber ebenso geradlinig und konsequent erarbeiten, prüfen und realisieren“, so Frank Beckehoff abschließend. Denn gerade wegen der Schnelligkeit der Entwicklungen bei digitalen Instrumenten und Möglichkeiten müsse Südwestfalen die Regionale mehr denn je als „lernendes Verfahren“ begreifen.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.