Erfolg auf voller Linie für die Stadt Iserlohn

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„Die Stimmung ist gut nach diesem Ausgang zugunsten der Stadt Iserlohn, und das auf voller Linie“, freute sich Thomas Meilwes, Vertreter des BUND und Mitglied der Bürgerinitiative für den Erhalt des Ahm als Natur- und Erholungsraum, nach der Urteilsverkündung. Das Verwaltungsgericht Arnsberg hat die Genehmigung der Erweiterung des Steinbruchs am Ahm aufgehoben.
Der Saal platzte am Montagvormittag fast aus den Nähten. Mitglieder der Bürgerinitiative für den Erhalt des Ahm als Natur- und Erholungsraum und von der Gegenseite - Mitarbeiter der Kalkwerke HKW - hatten sich im Gerichtssaal eingefunden, um den Prozess verfolgen zu können.
Am Ende hatte das Gericht mit dem Vorsitzenden Richter Wolfgang Kasten die Argumentation im Verfahren der Stadt Iserlohn inhaltlich bestätigt.
Das Naherholungsgebiet soll erhalten bleiben, was durch eine Erweiterung nicht gegeben wäre. Aufgrund des Aufhebens des Bescheides können auch die Teile, die im Hagener Stadtgebiet liegen, zurzeit nicht weiter abgebaut werden.
Thomas Meilwes erklärte nach der Urteilsverkündung im Gespräch mit dem STADTSPIEGEL: „Auf die Bürgerinitiative wird noch einige Arbeit zukommen, weil das Gericht natürlich auch erkannt hat, dass der Firma Lange auch freigestellt ist, Antrag auf Änderungen des Raumordnungsplans zu stellen und auf diese Weise zu versuchen, eine Erweiterungsgenehmigung zu bekommen; die andere Möglichkeit ist immer noch die der Revision. Wir gehen realistischerweise davon aus, dass HKW den einen oder anderen Weg oder vermutlich beide Wege beschreiten wird. Den Weg vor das Gericht allein schon aus grundsätzlichen Erwägungen einzuschlagen, ist auch von Interesse für die genehmigenden staatlichen Behörden und die Bezirksregierungen landesweit und auch für die Steinindustrie von Bedeutung, ob Reserveflächen im Raumordnungsplan als Abbaurecht gelten oder nicht. Von daher wird man sich vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster wiedersehen. Wir gehen davon aus, dass die Firma Lange zeitgleich versuchen wird, den Regionalplan in ihrem Sinne ändern zu lassen. Das wird uns auf jeden Fall noch in den nächsten Monaten beschäftigen.“
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