Hemeraner UWG in Aufbruchstimmung

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Offenbar gut war die Stimmung auf der letzten UWG-Fraktionssitzung. (Foto: UWG)
 
UWG-Fraktionsvorsitzender Michael Heilmann (Foto: Stadt Hemer)
Hemer: Rathaus |

Die Zeit der kommunalpolitischen Sommerpause und danach hat das UWG-Team dafür genutzt, sich für die kommende Wahlperiode bis 2020 neu aufzustellen, um sich mit frischen Ideen noch aktiver in die Kommunalpolitik einzubringen und mitzugestalten.

Fraktionsvorsitzender Michael Heilmann: "Die Gesellschaft verändert sich, folglich muss sich auch Kommunalpolitik anpassen und verändern, sowie Antworten auf neue Fragen finden. Als parteipolitisch nicht gebundene Wählervereinigung ist uns eine kritische, aber wertschätzende Zusammenarbeit mit allen Fraktionen, der Verwaltung und dem Bürgermeister wichtig. Die Problemlösung und das Allgemeinwohl stehen für uns klar im Vordergrund."
Die UWG schätzt die Finanzsituation Hemers auf Dauer als angespannt ein, solange Bund und Länder sich nicht auf eine, seit Jahrzehnten dringliche Reform der Finanzierung von Kommunen einigen. Hemer steht mit der finanziellen Notsituation nicht alleine da, von 396 Kommunen in NRW schafften Ende 2013 nur 21 Gemeinden einen echten Haushaltsausgleich in dem die Ausgaben durch gleich hohe Einnahmen gedeckt werden ohne Rücklagen aufzuzehren.

Nicht vom Konsolidisierungskurs abweichen


Nach Ansicht der UWG-Fraktion wäre es für die Entwicklung der Stadt fatal, von dem eingeschlagenen, gemeinsam verabschiedeten Konsolidierungskurs abzuweichen. Das Einbringen von mehr betriebswirtschaftlichen Ansätzen wird darum nach wie vor ein Schwerpunkt der UWG-Politik darstellen.

Zukünftig sollen aber auch andere Politikfelder mehr Gewicht in der UWG-Arbeit einnehmen. Anhand von fünf, entwickelten Leitfragen will sie ihr Entscheidungsverhalten in jeder Einzelentscheidung sorgfältig prüfen, was für die Entwicklung der Stadt und ihre Bürger notwendig und nachhaltig ist.

Demografische Herausforderungen


Demographisch bedingte Veränderungen lassen sich bereits jetzt spüren und werden in Zukunft an Brisanz gewinnen, mit Auswirkungen auf die Schullandschaft genauso wie auf die Wohnbedürfnisse einer älter werdenden Bevölkerung in den Ortsteilen. Das Thema Barrierefreiheit im öffentlichen Raum wird in Zukunft genauso wichtig sein, wie noch mehr jung gebliebene Senioren für ehrenamtliches Engagement zu begeistern. Gefordert werden u. a. auch Konzepte, um Bewegung und Sport für Senioren zu fördern oder um der Vereinsamung im Alter entgegenzuwirken.

Auch aus der Digitalisierung der Arbeitswelt und der Veränderung der Medienlandschaft zieht die UWG ihre Schlussfolgerungen. Die Einführung eines papierlosen Sitzungsdienstes wird befürwortet, nicht nur um Versand- und Druckkosten zu sparen, sondern auch um die politische und verwaltungsinterne Arbeit effizienter zu gestalten.

Veränderte Medienlandschaft


Michael Heilmann: "Die Medienlandschaft verändert sich. Ein immer größer werdender Teil der Bevölkerung informiert sich nur noch über Radio, Internet und Fernsehen. Dort kommen zwar die großen Parteien, aber die UWG als lokale Gruppierung kaum vor. Wir müssen andere und neue Wege denken, um mit den Menschen in Hemer in Kontakt zu treten und zu diskutieren. Dazu gehört auch die Nutzung von Facebook, Newsletter und noch mehr Präsenz in den Ortsteilen."

Als seit über sechzig Jahren bestehende Vereinigung von Wählern begrüßt die UWG, dass die Bürger in unserer Gesellschaft selbstbewusster geworden sind, mehr Transparenz fordern und auch mehr in Politik eingebunden werden möchten. Die UWG nimmt Anregungen der Bürger gerne auf und möchte die Bürgerschaft bei städtischen Vorhaben früher und öfter in einen Konsultationsprozess einbinden, betont allerdings, dass damit auch einhergeht, eine höhere Eigenverantwortung zu übernehmen. So sollte die Idee von Zukunftsforen wie in Ihmert auch auf andere Ortsteile übertragen werden.
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