Inklusion - Nicht so leicht und schnell zu schaffen, wie man es sich vielleicht dachte

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2.v.l. Heinz Dingerdissen
Hemer: JuK | Zum 21. Mal veranstaltete die FDP in Hemer den Politischen Aschermittwoch. Traditionell wird bei der FDP in Hemer nicht auf den politischen Gegner eingedroschen, sondern ein gesellschaftlich wichtiges Thema aufgegriffen und mit Experten erörtert.
Dieses Jahr stand die Inklusion, also die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen, im Mittelpunkt. Dazu konnten Ortsvorsitzende Andrea Lipproß und Fraktionsvorsitzender Arne Hermann Stopsack kompetente Referenten begrüßen. Dies waren Gabriele Molitor als behindertenpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Hans Meyer als Landesrat des LWL für Jugend und Schule und Heinz Dingerdissen als Vorsitzender des LWL-Schulausschusses. Gut 30 interessierte Besucher fanden den Weg zu den Liberalen und diskutierten die sehr unterschiedlichen Aspekte der Inkusion.
Einig waren sich die Referenten, dass es sich bei der Inklusion um einen langen gesellschaftlichen Prozess handelt. Es dauere lange, bis vor Ort die entsprechenden (z. B. baulichen) Voraussetzungen geschaffen sein werden. Auch darf man auf keinen Fall die Lehrer allein lassen, sondern muss gewisse Standards, kleinere Klassen, mehr Personal und Fortbildung gewährleisten. Wichtig sei gerade bei der Inklusion im Schulbereich, dass immer das Wohl des Kindes im Mittelpunkt stehen müsse. Konsens bestand auch darüber, dass es zwar Ziel ist, die Anzahl der behinderten Kinder in Regeleinrichtungen zu erhöhen, allerdings eine generelle Abschaffung der Förderschulen nicht geboten sei. Auch kritische Stimmen wurden laut, die sich Sorgen machten, dass bei der Konzentration auf Inklusion die anderen Kinder in den Klassen zu kurz kämen und das Leistungsniveau generell absinken könne.
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Dr. Carsten Rensinghoff aus Witten | 16.02.2013 | 17:54  
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