Kulturpolitische Impulse 2016 von Hemers CDU und FDP

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Martin Gropengießer (Foto: privat)
 
Arne Hermann Stopsack (Foto: privat)
Hemer: Rathaus |

Bei den kommenden Haushaltsplanberatungen möchten die CDU-Fraktion und die FDP-Fraktion im Kulturbereich gemeinsame Ziele verfolgen und entsprechend durch Anträge untermauern.

Der erste wichtige „Impuls“ beschäftigt sich mit der allgemeinen Struktur und Organisation der Hemeraner Kultur. Hier planen CDU und FDP eine komplette „Rolle rückwärts“. Erst im März dieses Jahres hatte die Politik beschlossen, dass die Hemeraner Kultur zukünftig „aus einer Hand“ organisiert werden sollte, wobei die Verantwortlichkeit beim Sauerlandpark lag. „Doch das Konzept hat sich seitdem nicht bewährt“, so FDP-Fraktionsvorsitzender Arne Hermann Stopsack, ‚„das hätte wahrscheinlich Sinn gemacht, wenn Herr Forsting - aus dessen Überlegungen die Neustrukturierung ja erfolgte, nicht plötzlich verstorben wäre. Mit seiner Person hätten sich durchaus wertvolle Synergieeffekte für alle Beteiligten ergeben können.“ Da aktuell aber die Geschäftsführung des Sauerlandparks und die städtische Kämmerei, der der Kulturbereich ja (noch) zugeordnet ist, in verschiedenen Händen liegen, sei eine stärkere „Wiedertrennung“ der Event- und der klassischen Stadtkultur sinnvoll.
„Die Zielgruppen der klassischen Kulturbereiche wie Klassikkonzerte, Lesungen oder anspruchsvolles Kabarett unterscheiden sich deutlich von denen, die vom Sauerlandpark mit seinem Eventcharakter angesprochen werden“, so Stopsack. Außerdem sei die klassische Stadtkultur häufig nicht kostendeckend zu organisieren, während der Sauerlandpark streng wirtschaftlich ausgerichtet sei und das auch zukünftig bleiben müsse. „Deshalb müssen wir die beiden Marken wieder stärker differenzieren und dadurch aufwerten.“
Das nach den Vorstellungen von CDU und FDP wieder mit erweiterten Themen aus seinem originären Aufgabenbereich versehene Kulturbüro soll dabei vor allem die Koordination und Kooperation übernehmen. So sollen beispielsweise die Möglichkeiten, die sich der Stadt durch die Mitgliedschaft im Kultursekretariat Gütersloh ergeben, in größerem Umfang genutzt werden.
Auch die Unterstützung der kulturellen Arbeit der Vereine soll dem Kulturbüro zugeordnet werden, das jährlich auch den „Runden Tisch Kultur bzw. Kulturkonferenz“ veranstalten soll.

"Rolle rückwärts" in Sache Kultur


„Schließlich wäre unserer Meinung nach auch die Stabsstelle für ehrenamtliches Engagement effizienter im Kulturbüro angesiedelt“, nennt Arne Hermann Stopsack eine weiteren Aufgabenbereich für das zukünftige Kulturbüro. Da der Tourismusbereich ebenfalls dort angesiedelt bleiben soll, werde die von FDP und CDU favorisierte Umorganisation nur durch eine Stellenaufstockung in diesem Bereich möglich sein.
Apropos Stellenaufstockung: die ist auch im zweiten Schwerpunkt der kulturpolitischen Impulse eine wesentliche Forderung. „In der Bücherei ist in einem ersten Schritt eine Aufstockung der Soll-Personalstärke im Stellenplan auf 5,0 Vollzeitstellen zu beschließen und zu vollziehen. Die Verwaltung wird ferner aufgefordert, eine tatsächliche Personalverfügbarkeit von über 90 Prozentzu erreichen (2015 lag diese nur knapp über 70 Prozent). „Ganz wichtig ist es zudem, die Öffnungszeiten dem Bedarf der Nutzer anzupassen, gegebenenfalls auszuweiten und dann auch sicherzustellen. Die häufigen Schließungen der letzten Monate darf es nicht mehr geben“.
Die Stellenaufstockung in der Bücherei solle bereits in die anstehenden Haushaltsplanberatungen 2016 einfließen.
Aber auch sonst sehen FDP und CDU im Bereich der Stadtbücherei unbestrittenen Handlungsbedarf, solle die Einrichtung nicht dauerhaft Schaden nehmen. Da inzwischen die neue Leitung ihre Aufgabe übernommen habe, sei jetzt der richtige Zeitpunkt, auch eine mittel- bis langfristige Perspektive zu erarbeiten.
„Nachdem der externe Berater im kommenden Jahr seine Vorstellungen erarbeitet und dem Kulturausschuss vorgelegt hat, ist ein Masterplan Bücherei aufzustellen. Dort sollen dann inhaltliche, organisatorische und bauliche Maßnahmen und Ziele festgehalten werden - immer natürlich vor dem Hintergrund der Haushaltssicherung.“
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