Sparkassenchef Dietmar Tacke reagiert auf Angriffe in der FAZ

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Dietmar Tacke, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Märkisches Sauerland Hemer-Menden (Foto: SMS)

In der Online-Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (www.faz.net) war am Mittwoch ein Artikel zu lesen mit der Überschrift "Diese Sparkassenchefs bekommen die hohen Boni".


Darin werden hohe Bonus-Zahlungen an Sparkassenvorstände angeprangert, die teilweise über den Richtlinien liegen. Genannt wird dort auch explizit Dietmar Tacke, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Märkisches Sauerland. U.a. heißt es in dem Artikel: "...Die Sparkasse Märkisches Sauerland Hemer-Menden zahlte ihrem Vorsitzenden Dietmar Tacke einen Bonus von 23 Prozent.... Der Betrag liegt 22.000 Euro über dem vorgesehenen Grenzwert (Anm. d. Red.: der nordrhein-westfälischen Sparkassenverbände)..." und weiter: "...Für die Sparkasse Märkisches Sauerland war 2013 ein schwieriges Jahr. Sie hielt knapp die schwarze Null und machte nur 120.000 Euro Gewinn. (...)"
Grund genug, einmal bei Hemers Sparkassenchef nachzufragen. Dietmar Tacke: "In der Tat sehen die -wohlgemerkt- Empfehlungen unseres Sparkassenverbandes neben 100 Prozent Grundgehalt und zuzüglich 15 Prozent Festzulage - diese beiden Posten sind pensionsrelevant - zusätzlich maximal 15 Prozent variabler Zulage vor. Bei uns gibt es neben dem Grundgehalt aber nur 10 Prozent Festzulage und dafür bis zu 25 Prozent variablen Bonus. Wir verzichten also sogar auf fünf Prozent sicheres Einkommen."
Denn den variablen Bonus - übrigens neben dem Vorstand für sämtliche Mitarbeiter - gebe es nur, wenn die Sparkasse Märkisches Sauerland sowohl beim Betriebsergebnis als auch bei der Kosten-/Ertragsrelation und der Eigenkapital-Rentabilität über dem Bundesdurchschnitt liegen. "So haben wir z. B. im aufgrund der Fusion schwierigen Jahr 2011 eben diesen Bonus nicht bekommen."
So richtig hoch geht Dietmar Tacke aber die Hutschnur, wenn er in besagtem Artikel der FAZ liest, dass 2013 für die Sparkasse Märkisches Sauerland ein schwieriges Jahr gewesen sei, wo man nur knapp die schwarze Null habe halten können. "Die im FAZ-Artikel genannten 120.000 Euro Bilanzgewinn ist die Summe, die wir gemäß des Fusionsvertrages an die beiden Kommunen Hemer und Menden ausgeschüttet haben", so Tacke, "Nur sechs Positionen höher im öffentlich für jeden einsehbaren Bundesfinanzanzeiger stehen bei der Position ,Steuern vom Einkommen und von Ertrag' hingegen fast 3,7 Millionen Euro, übrigens ebenfalls sehr zur Freude der Kommunen."

"Das Jahr 2013 war für uns überdurchschnittlich und nicht schwierig"

Außerdem habe man in 2013 weitere fast 4,2 Millionen Euro dem Fonds für allgemeine Bankrisiken, also der Stärkung des Eigenkapitals zugeführt.
"Da kann man wohl nicht mehr von einem schwierigen Jahr, sondern ganz im Gegenteil von einem weit überdurchschnittlichen Geschäftsjahr sprechen", urteilt Dietmar Tacke, "und unter meinem Vorstandsvorsitz galt von Beginn an der Grundsatz ,Wenn das Unternehmen gut läuft, sollen alle Mitarbeiter auch gut verdienen'."
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