SPD-Jahresempfang mit NRW-Justizminister Thomas Kutschaty

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Gut besucht war am Samstagvormittag wieder der Jahresempfang der Hemeraner SPD in der Gaststätte Mettgenpin.
 
NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (3. v. r.) höchstpersönlich überreichte "Neu-Mitglied" David Fuchs (rechts) das "rote Parteibuch".

Hemers SPD-Vorsitzender Thomas Fischer konnte am Samstagmorgen wieder zählreiche Gäste aus Politik, Verwaltung, Vereinen und Institutionen beim traditionellen Jahresempfang in der Gaststätte Mettgenpin begrüßen, darunter die SPD-Bundestagsabgeordnete Dagmar Freitag, die beiden heimischen SPD-Landtagsabgeordneten Michael Scheffler und Inge Blask und als Ehrengast NRW-Justizminister Thomas Kutschaty.

Dessen erste offizielle Aufgabe war das Überreichen des "roten Parteibuches" an David Fuchs, das neueste Mitglied der Hemeraner Sozialdemokraten. "Damit befinden Sie sich in guter Gesellschaft, denn in den vergangenen Monaten konnten wir bundesweit rund 13.000 Neueintritte verzeichnen, freute sich der Minister, der natürlich auch eine Erklärung für die Aufbruchstimmung parat hatte, "Der Grund hat einen Namen und der heißt Martin Schulz."
Zuvor hatte Inge Blask einige Grußworte an die Anwesenden gerichtet und zunächst nochmals explizit Fredi Camminadi, den Ehrenvorsitzenden der Hemer SPD begrüßt, der 2017 stolze 70 Jahre "ein Genosse" ist. Anschließend zitierte sie den neuen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, der alle Deutschen in seiner Antrittsrede dazu aufrief, Mut zu haben und zu zeigen und gemeinsam für die Demokratie zu kämpfen.

"Hauptsache, Sie wählen eine demokratische Partei"

Dies griff anschließend auch Thomas Kutschaty in seiner Rede auf. "Ich beobachte zuletzt wieder verstärkt, dass sich die Menschen vermehrt in die politische Diskussion einbringen wollen." Das sei auch gut so, denn scheinbar bemerken viele inzwischen, das Werte wie Frieden, Freiheit, Demokratie und Rechtstaatlichkeit in der heutigen Welt nicht so selbstverständlich seien, wie vielleicht viele lange gedacht hätten. Gefährliche Beispiele fingen beim neuen US-Präsidenten Donald Trump an und zögen sich quer durch Europa, wo die Rechtspopulisten in vielen Staaten starken Zulauf erführen."Beispiele gibt es genug. Angefangen über Polen und Ungarn über Frankreich, wo Marine Le Pen gute Chancen habe, zumindest in die Stichwahl einzuziehen, und hört in der Türkei noch längst nicht auf." Was dort unter Präsident Erdogan passiert, sei mehr als bedenklich. "Innertürkische Konflikte dürfen nicht in Deutschland ausgetragen werden", so der NRW-Justizminister.
Im zweiten Teil seiner Ausführungen beschäftigte sich Kutschaty mit der Förderung insbesonders von sozial benachteiligten Kindern, das sich die NRW-Landesregierung unter dem Motto "Kein Kind zurücklassen" auf ihre Fahnen geschrieben habe. "Das ist eine soziale Verpflichtung unserer gesamten Gesellschaft." Immerhin werde in Nordrhein-Westfalen jeder dritte Euro in die Bereiche Kitas, Schule und Familie gesteckt und das sei auch sinnvoll investiertes Geld. "Als Justizminister kommt man bei dem Thema ja immer erst ins Spiel, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist", erläuterte Thomas Kutschaty, der darauf hinwies, dass die Jugendkriminalität in NRW zwischen 2010 und 2016 um stolze 50 Prozent zurückgegangen sei. "Und das hat eben etwas damit zu tun, wie man mit den Jugendlichen in ihrer früheren Kindheit umgegangen ist z. B. durch den Ausbau der Ganztagsbetreuung."
Bevor es dann beim SPD-Empfang zum gemütlichen Teil überging, wandte sich Thomas Kutschaty nochmals mit einem flammenden Appell an die Gäste. "Gehen Sie am 14. Mai und im Herbst unbedingt zur Wahl und geben Sie vor allem einer demokratischen Partei ihre Stimme!" Denn es sei für ihn einfach unerträglich, wenn die Alternative für Deutschland das Mahnmal für die ermordeten Juden als Schandmal bezeichne und eine Kehrtwende in der deutschen Erinnerungskultur fordere.
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