Yvonne Gebauer besucht Regenbogenschule

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Ganz links: FDP-Landtagsabgeordente Yvonne Gebauer
Hemer: Regenbogenschule | Die Regenbogenschule in Hemer bekam unlängst Besuch aus Düsseldorf und zwar von der FDP-Landtagsabgeordneten und schulpolitischen Sprecherin Yvonne Gebauer. Sie wollte sich vor Ort ein Bild von der Förderschule des Märkischen Kreises mit dem Schwerpunkt Sprache machen. Begleitet wurde sie dabei von der Kreistagsabgeordneten Martina Stenger, Eva Thielen, die im Schulausschuss der Stadt Hemer die FDP vertritt, aber auch in der Kreistagsfraktion der Freien Demokraten aktiv ist sowie Ursula Stopsack.

Sehr herzlich empfangen wurden sie von den beiden Schulleiterinnen Anja Häsemeyer und Stephanie Henning. In einem ausführlichen Gespräch wurde deutlich, dass der Bedarf an Förderschulen Sprache sehr groß ist, ja sogar immer dringender wird. Die Kinder, die diese Schule besuchen, haben nicht nur ein körperlich bedingtes Handicap in Bezug auf die Sprache, sondern es sind auch viele dabei, in deren Familie leider schon von der Babyzeit an keine intensive Kommunikation stattgefunden hat. Dadurch würden nicht nur die sprachlichen Fähigkeiten eingeschränkt, sondern auch die Denkleistung könne sich nicht richtig entwickeln, so Frau Häsemeyer, weshalb einige der Kinder auch zusätzlich einen Förderbedarf in Sachen Lernen haben.

Yvonne Gebauer betonte, dass die FDP sich natürlich für eine Inklusion von Menschen mit Behinderungen in die Gesellschaft (und dabei auch in Regelschulen) einsetze, Förderschulen aber weiterhin ihren Stellenwert haben müssen. Entscheidend sei, wo man das Kind mit Förderbedarf am besten auf das Leben vorbereiten könne. Vielfach sei dies auf Grund der baulichen und personellen Gegebenheiten in einer Förderschule der Fall.

Von den lokalen Vertretern stellte Martina Stenger das Ansinnen der FDP heraus, dass der Märkische Kreis ein qualitativ und quantitativ gutes Angebot in der Region erhalten solle. Die große Schwierigkeit ist dabei allerdings, dass der Markt an verfügbaren Heil- bzw. Sonderpädagogen rundweg abgegrast ist. Und da sich die verfügbaren Sonderpädagogen ihre Stellen sozusagen aussuchen könnten, würden sie sich meist lieber für attraktive Großstädte und nicht für ländliche Gebiete wie den Märkischen Kreis entscheiden, auch wenn die Lage der Schule in Hemer ein ganz großes Plus darstelle, so Frau Henning. Man habe den Beruf des Heilpädagogen in den letzten Jahren schlecht geredet, sodass sich immer weniger für diese Aufgabe entschieden haben, was sich nun negativ auf die Förderschulen, aber auch auf die Schulen mit inkludierten Schülern auswirke.

Nach einem Rundgang durch die Schule versprach Frau Gebauer zum Abschluss ihres Besuches, im Herbst zum bundesweiten Vorlesetag mit einigen Büchern vorbeizukommen und den Kindern vorzulesen.
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