Herdecke von Steinzeit bis "Sigiburg"

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(Foto: Stadt Herdecke)
Ungefähr dort, wo damals die zum Hellweg führende Kölner Straße die Ruhr überquerte, steht seit dem vergangenen Jahr das von Schülern und Lehrern der Friedrich-Harkort-Schule entworfene Kunstwerk.

Mitten im Kreisverkehr zwischen Mühlencenter und Zweibrücker Hof ragen 12 Edelstahlstangen in die Luft. An diesen Stangen befestigt sind drei sogenannte Apsiden. Aber was hat es eigentlich mit diesen wellenartigen, bunten Formen auf sich? Ein Schild, welches jetzt in unmittelbarer Nähe des Kunstwerkes aufgestellt wurde, leistet Aufklärung.
Darauf heißt es: „Diese Skulptur markiert einen Ort, der für die Entstehung und Entwicklung Herdeckes von entscheidender Bedeutung war. Unweit von hier hat die schon in der Steinzeit existierende, aus dem Kölner Raum zum Hellweg führende Straße die Ruhr überquert. Hier sind vermutlich die fränkischen Heere ab 755 zur sächsischen „Sigiburg“ (Hohensyburg) marschiert und haben diese schließlich erobert, die Gegend christianisiert und feudalisiert. Zu einem unbekannten Zeitpunkt zwischen 800 und 1.000 entstanden das Damenstift und die Stiftskirche wenige hundert Meter nördlich von hier. Die drei farbigen Elemente der Skulptur bilden die Grundmauern der drei Apsiden ab, die ursprünglich den Ostabschluss der Stiftskirche bildeten.
Noch heute liegen diese Grundmauern unter der Erde - vor der jetzigen Ostwand aus dem 13. Jahrhundert, dort, wo die Glocken stehen. Die Skulptur nimmt vielfältig optischen Kontakt mit ihrer Umgebung auf, z. B. mit dem Viadukt westlich der Stadt. Zugleich markiert sie den Zugang zum neuen Stadtquartier.“
Zur feierlichen Enthüllung trafen sich jetzt Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster gemeinsam mit dem ehemaligen Schüler der FHS, Felix Walter sowie dem Kunstlehrer Dr. Ulrich Heimann. Simon van Kampen, ebenfalls ehemaliger Schüler der FHS steckte leider im Stau fest, so dass er es nicht rechtzeitig schaffte. Vor Ort waren auch der Herdecker Dipl.-Ing. Volker Wiese, der die technische Planung und die Koordinierung der einzelnen Gewerke übernahm sowie Lothar Nitka, der sich um die Statik kümmerte. Professor Weyer sowie die Eheleute Winter, die die Schablonen für die Ornamente und den Pflastergrundriss anfertigten, ließen sich entschuldigen. Alle genannten Personen waren ehrenamtlich tätig und haben ihre Arbeitsleistungen gespendet.
Dr. Ulrich Heimann, Kunstlehrer an der FHS, der von Schulleiter Wolfgang Jähme begleitet wurde, sprach von einer „sehr guten Zusammenarbeit“. Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster dankte den Beteiligten herzlich und freut sich, das „rundum gelungene Kunstwerk mit dem Hinweisschild nun komplettieren zu können“. Das bürgerschaftliche Engagement ist beispielhaft und wurde auch spontan von den anwesenden Gästen mit Beifall honoriert. „Stadtgeschichte ist hier eindrucksvoll mit modernen Elementen kombiniert“, so die Bürgermeisterin. Und Dr. Heimann unterstrich, „ die dahinter steckende Idee Ist, den historischen Aspekt sichtbar zu machen“.
Auch Andreas Schliepkorte, technischer Leiter der TBH, bedankte sich bei allen weiteren am Bau und der Planung beteiligten Firmen. Dies waren die Schlosserei Link, die Bauunternehmung Christian Korge, die Firma Gerhard Geist Garten- und Landschaftsbau sowie Elmix Elektrotechnik.
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