Herdeckerin gewinnt Kunstpreis

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Die Herdecker Preisträgerin Petra Böttcher-Reiff mit Landrat Dr. Arnim Brux und Dr. Gert Buhren vor einer ihrer ausgezeichneten Fotografien. Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis
 
Dr. Gert Buhren und Landrat Dr. Arnim Brux mit den Preisträgerinnen Katharina Benke, Petra Böttcher-Reiff und Monika Wellnitz. Die Aufnahme entstand vor dem ausgezeichneten Bild von Katharina Benke. Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Der Kunstpreis Ennepe-Ruhr 2015 ist weiblich, die drei gleichberechtigten Auszeichnungen sowie jeweils 1.500 Euro gehen an Katharina Benke aus Witten, Petra Böttcher-Reiff aus Herdecke und Monika Wellnitz aus Hattingen. Ihre Arbeiten „Holzfäller“, „nature is coming“ und „creatio continua“ konnten die Jurymitglieder im Vergleich zu den Beiträgen der übrigen 17 Künstler und mit Blick auf das Motto „Arbeitswelten und Natur“ am meisten überzeugen. Die mit der Preisvergabe verbundene Ausstellung im Schwelmer Kreishaus ist noch bis Mittwoch, 30. September, geöffnet.


 
„Es ist schön, sehen zu können, wie individuell ein und dieselbe Vorgabe von den Teilnehmern in sehr verschiedene Kunstobjekte umgesetzt worden ist. Für die Vielfalt, Fantasie und Qualität des diesjährigen Wettbewerbs stehen insbesondere die Preisträgerinnen. Auf das Siegertreppchen schafften es ein Gemälde, digital bearbeitete Fotografien und eine Skulptur aus Papier.“ Vor mehr als 100 Gästen im bestens besuchten Foyer des Kreistagssitzungssaales zeigte sich Landrat Dr. Arnim Brux inmitten der Bilder, Skulpturen und Installationen, die es in die engere Wahl geschafft hatten, sehr zufrieden.
 
Wie bereits bei der ersten Präsentation der Werke von insgesamt 20 Künstlern in der Dr. Carl Dörken Galerie in Herdecke waren auch die Gäste in Schwelm davon beeindruckt, wie facettenreich, kreativ und mit welch überraschender Formenvielfalt der Spannungsbogen zwischen Arbeitswelten und Natur geschlagen wurde, wie sich die Teilnehmer von diesen vermeintlichen Gegensätzen inspirieren ließen. An vielen Stellen war zu beobachten, wie in kleinen Gruppen intensiv und lebhaft über einzelne Werke und ihre Aussageabsichten, die verwendeten Materialien und die Arbeitsweise der Künstler diskutiert wurde.
 
Dies galt nach Bekanntgabe der Preisvergabe natürlich insbesondere für die Werke von Benke, Böttcher-Reiff und Wellnitz, Benke stellt auf einer ein mal drei Meter großen Öl-Leinwand stilistisch vielfältig und farbenfroh die Arbeit von Holzfällen dar. Böttcher-Reiff zeigt dem Betrachter mit ihrem vierteiligen Fotobeitrag eindrucksvoll und einfallsreich, wie sich die Natur die ehemalige Arbeitswelt und das heutige Museum Henrichshütte in Hattingen zurückerobert. Wellnitz hat aus speziell gefaltetem Altpapier ein Objekt hergestellt, das eine Blüte darstellt, in deren Inneren der Abriss eines Industriegebäudes zu erahnen ist. „Diese Arbeit führt uns dabei beispielsweise auch vor Augen, wie verantwortungsvoll wir im Interesse der Natur mit vermeintlichem Abfall umgehen sollten und wie intelligente Produktionsabläufe aus Abfällen wieder Rohstoffe werden lassen“, interpretierte der Landrat bei seinem Ausstellungsrundgang.
 
An der nach 2011 und 2013 dritten Auflage der Kunstpreis Ausschreibung hatten sich 70 Künstler beteiligt, sie legten der Jury 225 Arbeiten vor. Dr. Rolf Jessewitsch (Direktor Kunstmuseum Solingen) Dr. Gert Buhren (Kunstverein Witten), Werner Kollhoff (Kunstraum EN) und Christiane Nicolai (Kunstverein Hattingen) wählten daraus die 20 Teilnehmer für die Ausstellungen in Herdecke und Schwelm und letztendlich auch die drei Preisträgerinnen aus. Teilnahmeberechtigt waren diejenigen, die ihren Hauptwohnsitz im Kreis haben, hier geboren wurden oder eine längere Zeit an Ennepe und Ruhr zu Hause waren.
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