Weiterer Hingucker am Jakobsweg

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Sie gewährte schon vor fast 600 Jahren Unterkunft und Verpflegung, die Pilgerherberge am Jakobsweg in Herdecke.

Ihr Standort war ein Grundstück, dessen Grenzen grob umrissen durch die Mühlenstraße (früher Mühlengraben), die Hauptstraße 1/1a sowie die Kampstraße bestimmt waren. Mit dem Bau einer Mauer, die derzeit mit Natursandstein verkleidet wird, bietet sich jetzt ganz aktuell die Möglichkeit, an der Mühlenstraße Lage und Bedeutung des ehemaligen „Gasthauses“ sichtbar zu machen. Die Idee dazu stammt von Dr. Wolfram Mellinghaus sowie dem Künstler und Steinbildhauer Timothy Vincent.
Gemeinsam mit der Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster hat der Herdecker jetzt das Relief aus Sandstein enthüllt und den Bürgern der Stadt übergeben. Auch die großzügigen Geldgeber des Projektes, Christa Stronzik von der Dörkenstiftung sowie die Herren Buerdick und Mohrherr von der Stadtsparkasse waren dabei.
Das durch den Steinbildhauer Timothy Vincent geschaffene Relief hat eine Größe von 120 x 110 cm. „Es zeigt diagonal den Verlauf des Pilgerweges zwischen Osnabrück und Aachen“, erläutert Dr. Wolfram Mellinghaus. Neben Städtenamen erscheinen die Umrisse bedeutender Dombauten entlang der Route. Herdecke wird mit betonter Darstellung des Ruhrübergangs auf dem westfälischen Jakobsweg in den Mittelpunkt gerückt. Der verknappte Text verweist auf die Herberge und erwähnt drei damit verbundene Namen: Was der Klausner und Eremit Dideric Soneken 1410 gelobt hatte, konnte Eggert van dem Middelenacker 1421 unter dem Landesherrn Herzog Adolf I. von Kleve und Graf von der Mark vollenden.
Die Kennzeichnung der Lage einer mittelalterlichen Pilgerherberge hat aber nicht nur kulturhistorische Gründe. „Für Herdecke ist der touristische Aspekt mindestens ebenso wichtig“, betont Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster. Zur nahtlosen Verflechtung des Quartiers Ruhraue mit der Altstadt gehören Verkehrsachsen, die einladend wirken. Wer sich vom Ruhrtalradweg oder dem neuen Quartier bis zur Mühlenstraße bewegt, soll durch „Hingucker“ auf die weitere Erkundung der Stadt neugierig gemacht werden. Die Bürgermeisterin ließ es sich nicht nehmen, dem Hauptinitiator des Projektes Dr. Wolfram Mellinghaus noch einmal ganz besonders zu danken: „Dein ehrenamtlicher Einsatz für unsere Stadt ist nicht hoch genug einzuschätzen“, so Dr. Katja Strauss-Köster.

Fotos: Stadt Herdecke
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