Angeblicher Wohnungsbrand verlief glimpflich

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Die Feuerwehr Herdecke musste am Montagabend um 18:55 Uhr zu einem angeblichen Wohnungsbrand in die Straße Rostesiepen ausrücken.

Beim Eintreffen des Einsatzführungsdienstes stellte sich die Lage zunächst als unklar heraus. Aus einer Wohnung im 3. Obergeschoss rauchte es. Eine aufmerksame Nachbarin hatte den Rauch bemerkt und richtigerweise die Feuerwehr alarmiert. Es war zunächst unklar, ob die Wohnungsinhaberin noch in der Brandwohnung war. Nachbarn berichteten, dass eine Frau auf dem Balkon um Hilfe geschrien hätte.

Daher leitete die Feuerwehr sofort eine Menschenrettung ein: Ein Trupp unter Atemschutz ging mit einem C-Rohr vor. Damit kein Brandrauch in den Treppenraum eindringen konnte, wurde ein mobiler Rauchverschluss gesetzt. Außerdem wurde die Drehleiter vor dem Gebäude in Stellung gebracht.
Schnell hatte der Angriffstrupp der Feuerwehr die Wohnung abgesucht. In der verrauchten Wohnung konnte keine Person gefunden werden. Dies konnte der Trupp schnell mit einer Wärmebildkamera ausmachen. In der Küche fanden sie schließlich einen Topf mit angebranntem Fett. Dieser hatte den Rauch verursacht. Die 73- jährige
Dame konnte schließlich bei den Nachbarn angetroffen werden. Sie hatte die Wohnung vor Eintreffen der Wehr verlassen.

Die Wohnungsinhaberin und eine weitere Person wurden während des Einsatzes vom Rettungsdienst betreut. Die Personen mussten aber nicht ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die restlichen 21 Bewohner des Gebäudes waren in ihren Wohnungen sicher und konnten dort verbleiben. Die Wohnung wurde schließlich mit einem Hochleistungslüfter entraucht.

Probleme hatte die Feuerwehr bei ihrem Angriff mit diversen Gegenständen, die im Treppenraum abgestellt waren. Der Treppenraum ist der erste Rettungsweg der Bewohner. Dieser ist stets frei von Brandlasten und Gegenständen zu halten. In Paniksituationen kann man über solche Gegenstände stolpern und der Angriff der Feuerwehr wird hierdurch stark behindert. Dies kostet gerade bei einer Menschenrettung wertvolle Zeit.

Im Einsatz waren zwei Löschzüge. Der Rettungsdienst war mit zwei Rettungswagen und einer Notärztin vor Ort. Die Schutzpolizei erschienzur Brandursachenermittlung an der Einsatzstelle. Größerer Sachschaden konnte nicht festgestellt werden. Die Wohnung ist weiterhin bewohnbar. Der Einsatz wurde nach 90 Minuten beendet.

Info Fettbrände:
Fettbrände dürfen niemals mit Wasser gelöscht werden. Hier kommt es dann zu einer fatalen Fettexplosion. Hier gilt es Ruhe zu bewahren. Das Feuer dann am besten mit dem Deckel ersticken oder alternativ eine Löschdecke einsetzen.

Fotos: André Winkelhardt, Feuerwehr
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