Arbeitslosigkeit im Kreis leicht gesunken

Anzeige

Im Ennepe-Ruhr-Kreis hat sich die Arbeitsmarktentwicklung nach der „Osterpause“ wieder gebessert. Die Zahl der Arbeitslosen sank im Mai um 107 auf jetzt 11.020. Die Arbeitslosenquote blieb mit 6,5 Prozent unverändert. Vor genau einem Jahr waren es 6,6 Prozent.

„Im Mai konnte die Frühjahresbelebung sich teilweise durchsetzen. Zwar halten die Folgen der Zuwanderung an, sie sind aktuell aber wieder geringer“, so Marcus Weichert, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hagen, „Für die jüngeren Arbeitslosen läuft es noch nicht so rund wie in anderen Regionen. Im Mai konnten eher die Kunden der mittleren Altersgruppen von der Belebung profitieren. Zuversichtlich macht mich die sprunghaft gestiegene Kräftenachfrage.“

Erneut entwickelten sich Arbeitslosenversicherung und Grundsicherung uneinheitlich. Ende Mai waren 3658 erwerbslose Kunden der Arbeitsagentur (19 oder 0,5 Prozent mehr als im Vormonat), und 7362 wurden durch das Jobcenter des Ennepe-Ruhr-Kreises betreut (126 oder 1,7 Prozent weniger). Ähnlich ist es beim Vorjahresvergleich: 308 oder 9,2 Prozent mehr Erwerbslose bei der Arbeitsagentur als im April letzten Jahres, 566 oder 7,1 Prozent weniger beim Jobcenter. Die Zahl der jüngeren Erwerbslosen unter 25 Jahren stieg leicht um neun oder 1,1 Prozent auf 851. Auch bei den Älteren gab es kleine Zuwächse, nur bei den mittleren Altersgruppen ging die Arbeitslosigkeit spürbar zurück.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen stieg um 22 auf 4150 (+ 0,5 Prozent). Die Ausländerarbeitslosigkeit ist mit 2956 Personen um 56 gesunken (- 1,9 Prozent). Die Kräftenachfrage im Kreis hat die Osterpause von April hinter sich gelassen und den sehr guten März-Stand fast wieder erreicht. 732 Stellen wurden im Mai neu gemeldet, 127 mehr als im Vormonat und sogar 206 oder 39,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Dies ist für den Ennepe einer der höchsten Stellenzugänge für einen Mai überhaupt. Der Arbeitsmarkt im Ennepe-Ruhr-Kreis hat sich im Mai nach den Osterfreien bei an-haltender, aber nachlassender Zuwanderung wieder wesentlich besser entwickelt. Trotzdem ist der aktuelle Trend schwächer als in Hagen. Im Kreis wird in diesem Jahr nachgeholt, was in der größeren Nachbarstadt schon 2016 wegen der deutlich steigenden Ausländerarbeitslosigkeit durch Flüchtlingswelle und Zuwanderung aus den östlichen EU-Staaten eingetreten war. Damals war die Arbeitsmarktentwicklung im Kreis die bessere, heute ist es umgekehrt. Noch wird die Vorjahresarbeitslosigkeit im Kreis unterschritten, aber der günstige Abstand verringert sich seit einigen Monaten. Für den Juni sind weiterhin sinkende Arbeitslosenzahlen zu erwarten, bevor die Sommerpause einsetzt.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.