Baumkletterer installiert Nisthilfe für den Rotmilan

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Herdecke: Bürgerinitiative Semberg e.V. |

Am Semberg und am Schraberg ist er in den Sommermonaten immer wieder gut zu beobachten:

der Rotmilan. Selten ist er inzwischen geworden und deshalb besonders schutzbedürftig.

Dank einer Vereinbarung zwischen dem Vogelschutzbund Herdecke u. Hagen e. V., Jörg Schulte-Trux, der BI Semberg e. V. und der Schrabergschule, die im November 2016 unterzeichnet wurde, steht der Bereich Peddenhohl/Erdbrügge als Teil des Landschaftsschutzgebietes als Naturerfah-rungsraum für die Schülerinnen und Schüler zur Verfügung.

Am 20.02. hat ein „Baumkletterer“ für die Schüler(innen) der Schrabergschule einen großen Nist-korb für Rotmilane in dem Gebiet positioniert.
Sebastian Kunkel übt nicht gerade einen typischen Beruf aus, dennoch wussten die Kinder auf Anhieb damit etwas anzufangen. In der Regel wird der Baumkletterer aktiv wenn es gilt, abgestorbenes Holz aus Bäumen zu entfernen, welches durch Herabfallen Schaden anrichten könnte. Schon seit 16 Jahren übt er als Selbstständiger diesen Beruf aus.
Bei seiner Arbeit unterstützte ihn diesmal eine Klasse der Jahrgangsstufe 2 der Schrabergschule zusammen mit der Schulleiterin, Sabine Jessinghaus, sowie Gisela Heuer und dem Vorstandsvorsitzenden der BI Semberg, David Hatzky.
Zunächst musste eine Schnur mittels eines kleinen Wurfsacks an der richtigen Stelle positioniert werden. Währenddessen waren die Schülerinnen und Schüler damit beschäftigt, aus dem mitge-brachten speziell für diesen Zweck hergestellten Weiden-Nistkorb mittels Naturmaterialien ein weiches Liebes- und Brutnest zu formen.

„Ich benötige mal vier starke Jungen oder Mädchen, die den Korb in die Höhe ziehen können“, instruierte Sebastian Kunkel die Schüler(innen), der inzwischen den Baum erklommen hatte. Schul-leiterin, Sabine Jessinghaus, bestimmte vier Kinder, die sich schnell an ihre Arbeit machten und den Brutkorb rasch nach oben zogen. Hierfür gab es ein dickes Lob vom Kletterer, der sich nun damit beschäftigten konnte, den Nistkorb an der zuvor ausgesuchten Astgabel zu befestigen.
Nach etwas mehr als drei Schulstunden konnte die Befestigungsaktion erfolgreich abgeschlossen werden und nun wartet der Nistplatz in luftiger Höhe auf seine Bewohner.

„Welch ein beeindruckendes Erlebnis“, kommentierte David Hatzky, der sich die ihm vom Baumkletterer überreichte Visitenkarte daraufhin einmal genauer ansah. Dort stand geschrieben: „kosten-loses Angebot in Dortmund +15 km, Rest der Welt auf Anfrage!“ - ein mehrstimmiges lautes Lachen hallte durch den dortigen Waldbereich.
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