Flickwerk Straße - 1 Million Euro pro Jahr sollen Abhilfe schaffen

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174 Kilometer umfasst das Straßennetz in Herdecke. 152 Kilometer entfallen davon auf die sogenannten Gemeindestraßen, die in die Zuständigkeit der Stadt fallen. Die letzten Winter haben dort Spuren hinterlassen. Jetzt will die Stadt dem zu Leibe rücken.

An vielen Stellen ist der Asphalt aufgebrochen, Risse und Löcher sind entstanden. „In den vergangenen vier Jahren hatten wir drei extreme Winter“, erläutert Andreas Schliepkorte, Technischer Leiter der TBH. „Wasser dringt schon in feinste Risse des Straßenbelags ein und bringt die Straßendecke dann bei Frost zum Platzen.“
Im Frühjahr, sobald die Temperaturen wieder konstant über 15 Grad liegen, sind die Mitarbeiter des Bauhofs dann wochenlang damit beschäftigt, die Schlaglöcher mit Heißasphalt zu verfüllen und die Straßen zu flicken. Für eine umfangreiche Sanierung aller von Frostschäden betroffenen Gemeindestraßen fehlt das Geld. Zumal von Bund und Land kaum Zuschüsse zu erwarten sind.
„Ein Straßenkontrolleur ist jeden Tag im Stadtgebiet unterwegs und notiert Mängel, die er an den Bauhof weiter gibt“, beschreibt Andreas Schliepkorte das Vorgehen.
Darüber hinaus melden aufmerksame Bürger sowohl telefonisch, schriftlich als auch über ein eigens dafür erstelltes Formular auf der städtischen Homepage Schäden. Die Kollegen des Bauhofs arbeiten diese dann entsprechend der Priorität ab. „Liegt eine Gefährdung für den Straßenverkehr vor, wird sofort gehandelt“, so Andreas Schliepkorte.
Eine Verbesserung der Bausubstanz ergibt sich durch das Flicken und Ausbessern leider nicht. Vor der Stadt Herdecke türmt sich daher eine große Welle an notwendigen Sanierungen auf, die Andreas Schliepkorte und sein Team in den nächsten Jahren in Angriff nehmen wollen.
Los geht es nach den Sommerferien mit der Nierfeldstraße. Für insgesamt 1,2 Millionen Euro bekommt die Straße einen komplett neuen Fahrbahnaufbau. Und in den Folgejahren soll es weiter gehen. „Für Straßensanierungen haben wir ab 2014 in unserem Investitionsplan 1 Million Euro pro Jahr veranschlagt“, erläutert Andreas Schliepkorte.
Derzeit erarbeiten die Ingenieure der TBH an einem aktuellen Dringlichkeitskonzept. Welche Straße dabei als nächstes dran kommt, entscheidet letztendlich der Rat im Zuge der Haushaltsberatungen nach der Sommerpause.
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