Schon wieder Streit bei den Grünen

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Ein Bild von gestern: Grünen-Sprecherin Annina Erbes (Mitte) und Schatzmeister David Hatzky (2.von links) hören auf.

Annina Erbes hört nach einem halben Jahr als Sprecherin des Ortsverbandes auf. Grünen-Schatzmeister David Hatzky tritt ebenfalls zurück.

Erneuter Aderlass bei den Grünen: Annina Erbes, seit März die weibliche Sprecherin des Grünen-Ortsverbandes, hat ihr Amt zur Verfügung gestellt. Auch David Hatzky hört als Schatzmeister auf. Klaus Reuter, der zweite Sprecher der Herdecker Grünen, „bedauert das“ und kündigt eine außerordentliche Mitgliederversammlung an. Sie soll sich mit den Gründen und Nachfolgeregelungen beschäftigen. Im Sommer letzten Jahres sind die Querelen bei den Herdecker Grünen öffentlich geworden. Damals wollten die übrigen Fraktionsmitglieder Peter Gerigk überraschend nicht mehr an ihrer Spitze haben. In der Folge stellte zunächst Annina Erbes ihr Ratsmandat zur Verfügung, dann spaltete sich die dreiköpfige Fraktion „H-Plus“ von den Grünen ab. In ihrem Namen machen nur noch Andreas Disselnkötter und Peter Gerigk im Rat Politik. Der Ortsverband wurde schließlich von Annina Erbes und Klaus Reuter geführt. Gegeneinander statt Miteinander Annina Erbes hatte „lange, lange überlegt, für das Sprecheramt zu kandidieren – nach allem was war.“ Nun stellt sie fest, „dass vertrauensvolle Zusammenarbeit auf Augenhöhe weiter nicht möglich ist“. Für sie ist der Versuch gescheitert, „Brücken über wirklich tiefe Gräben zu bauen“. Bei den Grünen bleiben will sie trotzdem und auch weiter ihr Mandat im Kreistag wahr nehmen. David Hatzky beklagt „den völlig respektlosen Umgang“ unter den Herdecker Grünen. Das „Streben nach Macht und Ansehen“ sei immer noch allgegenwärtig. Seit Beginn des vorigen Jahres erst ist er Mitglied und zunehmend „mit Unbehagen zu den Treffen gegangen.“ Auch als Schatzmeister fühlte er sich nicht ausreichend respektiert. Der Rücktritt gleich von zwei Vorstandsmitgliedern sei für ihn überraschend gekommen, erklärt Klaus Reuter auf Nachfrage. „Vollkommen unergründlich“ sei für ihn der Zeitpunkt: Für offene Fragen habe es Gesprächsangebote gegeben. Als verbleibender Ortsverbandssprecher müsse er das hinnehmen. Offenkundig sei „bei den Beiden das Vertrauen nicht ausreichend aufgebaut worden.“ Er wolle sein Bemühen um Ruhe und Sachlichkeit bei den Herdecker Grünen weiter fortsetzen.
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