Akademie auf neuen Stützen

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Ein Austausch der Stämme war aufgrund von Schäden durch die Witterung unabdingbar geworden, die neuen sollen aber wesentlich länger halten. (Foto: BLB Dortmund)

Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW erneuert die sechs Vordachstützen an der Akademie Mont-Cenis. Die Arbeiten begannen in der vergangenen Woche.

Dafür muss Millimeterarbeit geleistet werden: Jede der 13 Meter langen Holzstützen muss beim Einbau auf fünf Millimeter genau eingepasst werden. Im Sinne des experimentellen und ökologischen Entwurfs aus den Neunzigerjahren bestehen alle freistehenden Stützen aus je einem naturgewachsenen Nadelholzbaumstamm.

Die sechs tragenden Stützen des Vordachs haben durch Regen, Schnee und Temperaturschwankungen im Laufe der Jahre stark gelitten und müssen deshalb ausgetauscht werden. Um die Haltbarkeit der neuen Vordachstützen nachhaltiger zu gestalten, ließ der Bau- und Liegenschaftsbetrieb diese nun aus Brettschicht-Lerchenholz herstellen. Damit wurde eine dauerhaft gegen Witterungseinflüsse widerstandsfähige Konstruktion gefunden.

Die 56 inneren Hallenstützen sind durch die umhüllende Glaskonstruktion geschützt und bedürfen keiner besonderen Maßnahmen. Es wird großer Wert darauf gelegt, dass sich das architektonische Gesamtbild der Akademie Mont Cenis durch den Stützentausch nicht wesentlich verändert. Die konischen Formen der Holzstützen und die konstruktiven Metallabspannungen werden daher übernommen.

Die Herausforderung des Aus- und Einbaues der Stützen besteht nicht nur darin, dass die neuen genau passen, sondern auch, dass die mehr als 800 Kilogramm schweren Einzelstützen unter das bestehende Glasvordach eingefädelt werden müssen. Während des Austausches der Stützen wird das Vordach durch eine mitwandernde Holzkonstruktion aufwendig abgestützt.
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