Aus Müll wird Kunst

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Ran an die Nähmaschinen: Aus schweren Planen lassen sich Taschen herstellen. (Foto: Horst Martens/Stadt Herne)

Strünkede lädt zur Finissage ins Schloss: Die vom Publikum gut angenommene Ausstellung „ent_faltet – kleine Kulturgeschichte des Platzsparens“ stellt sich noch ein letztes Mal vor.

Aus diesem Grund gibt es am Sonntag besondere Angebote wie zum Beispiel noch einmal den Kurs, in dem die Teilnehmer Designer-Taschen aus alten Werbebannern herstellen. Außerdem können die Besucher bei freiem Eintritt an Führungen teilnehmen.

Die Idee zu der Ausstellung "ent_faltet" nahm mit dem Abhängen von Werbebannern aus Kunststoff, die im ganzen Stadtgebiet für eine Ausstellung im Schloss warben, Form an. Als Andrea Prislan, zuständig für Bildung und Vermittlung im Emschertal-Museum, erfuhr, dass die Kunststoffplanen nach dem Ausstellungsende entsorgt werden sollten, wurde sie aktiv.

Als Museumspädagogin hatte sie gleich eine gute Idee. Sie kreierte das Näh-Konzept mit den Design-Taschen und erfand auch gleich den Namen dafür. „Artbag“ (Kunsttasche) ist quasi ein Markenname aus dem Schloss. Prislan holte die Schneiderin und Designerin Chiara Cremon ins Boot, die für die Gesellschaft für Integrationsarbeit tätig ist. Für die Italienerin war das Vorhaben neu, aber gut umsetzbar: „Ich arbeite gerne mit härteren Stoffen, wie zum Beispiel Lkw-Planen oder auch Wachstüchern.“ Weil die Gesellschaft für Integrationsarbeit im Besitz von Nähmaschinen ist, kam schnell das Kooperationsprojekt zustande.

Auch bei den Schloss-Mitarbeitern schlug das Projekt gut ein, das im Sommer über die Bühne ging. Martina Stange und Angelika Stahl machten sofort mit und setzten sich zum ersten Mal in ihrem Leben an Nähmaschinen. Jetzt sind sie stolze Besitzerinnen von Artbags, auf denen Wortfetzen von den Werbebannern zu sehen sind.
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