"Das O" ist ein Ort der Kulturen

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Sieben Einrichtungen unter einem Dach: Für kulturelle Vielfalt ist in dem Gebäude an der Overwegstraße gesorgt. Gelegenheit für einen ersten Einblick gibt es am 18. Juni. (Foto: Angelika Thiele)

Vor zwei Jahren wurde die Gemeinschaftsgrundschule an der Overwegstraße geschlossen. Jetzt kehrt Leben in das Gebäude zurück. Am kommenden Samstag wird hier mit "Das O – Ort der Kulturen" ein neues kreatives Zentrum eröffnet. Sieben kulturelle Akteure haben sich in der ehemaligen Schule angesiedelt und stellen sich den Besuchern an ihrem neuen Standort vor.

"Wir sind zufrieden, dass es endlich geklappt hat", sagt Klaus-Dieter Gülck, Leiter des Kulturbüros, über die Einrichtung des Zentrums „Das O“. Vor allem das Theater Kohlenpott, das bisher in der früheren Dannekampschule untergebracht war, sowie die Veranstaltungsplattform Roomservice benötigten dringend eine neue Unterkunft. „Bei den Flottmann-Hallen gab es für Roomservice keine Räume für Workshops“, erklärt Gülck, und wie Gabriele Kloke vom Theater Kohlenpott ergänzt, sei die Dannekampschule für Kinder und Jugendliche im Gegensatz zu dem neuen Standort schlecht zu erreichen gewesen. An der Overwegstraße habe man nun einen Team-, einen Büro-, einen Workshop- und einen Probenraum.

"Und zu denen, die nicht in ihren Räumlichkeiten bleiben konnten, kommen hier noch weitere Akteure dazu", erläutert Gülck und spricht von gegenseitiger Befruchtung und Unterstützung. Die Möglichkeit, sich künftig noch besser auszutauschen, schätzen auch die neuen Mieter der Schulgebäudes. "Wir sind begeistert von der Kooperation im Haus und gespannt, was sich entwickelt", sagt Doreen Becker von der Jugendkunstschule, die mit einem Atelier für Malkurse in dem neuen "Ort für Kulturen" vertreten ist.

Sebastian Maier vom Tonstudio Z-Muzic freut sich über die schnelle Anbindung an das Theater Kohlenpott und den Kreativwirtschaftler Chris Wawrzyniak vom Goldenen Raum, da beides langjährige Partner seien. Auch Pierre Cournoyer von Roomservice sowie Insert Coins setzt darauf, dass sich die Ressourcen aller Akteure vor Ort ergänzen.

Michael Barszap, Geschäftsführer der Gesellschaft zur Förderung der Integrationsarbeit in Herne (gfi), die eine Filiale an der Overwegstraße eröffnet hat, schwärmt vom niedrigschwelligen Angebot des Hauses, das die Menschen zusammenbringe. Denn wie auch Klaus-Dieter Gülck betont, solle "Das O" Bedeutung für das Quartier haben. "Es soll ein offenes Haus sein, bei dem die Nachbarschaft partizipieren kann."

Was die einzelnen Akteure alles bieten, können Besucher am offiziellen Eröffnungstag des Zentrums "Das O – Ort der Kulturen" am 18. Juni erfahren. Von 14 bis 18 Uhr gibt es unter anderem Poetry-Häppchen mit Sebastian23 und Jason Bartsch von Wortlautruhr, Improvisationstheater des Theater Kohlenpotts, Farbschleuder- und Graffitiaktionen der Jugendkunstschule sowie einen Musikworkshop bei Z-Muzic. Die städtische Musikschule, die drei Räume in der ehemaligen Schule bezogen hat, lädt zu Auftritten ihrer Marching Band und der Band Hancocks ein, während die gfi Bastelaktionen und einen Nähworkshop anbietet und Insert Coins den Bestand seiner Arcade-Automaten präsentiert.

Artikel verfasst von Vera Demuth
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