Der Spielewahnsinn geht weiter

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Christian Wiezorrek, Peter Janshoff, Michael Lagers und Susanne Klaus (von links) bereiteten den 35. Spielewahnsinn in den vergangenen Monaten vor

Mehr Besucher ziehen nur wenige Ereignisse ins Kulturzentrum: Der Spielewahnsinn entwickelte sich in den vergangenen Jahren zu einem Publikumsmagneten. Daran wird sich auch 2016 nichts ändern, so die Erwartung der Veranstalter.

Weit über die Herner Stadtgrenzen hinaus wird der Spielewahnsinn wahrgenommen. Für die 35. Auflage, die vom 20. bis zum 22. Mai im Kulturzentrum stattfinden wird, rechnet Peter Janshoff, Leiter des Spielezentrums, mit insgesamt 3000 bis 3500 Besuchern. Viele von ihnen scheuen auch weite Wege nicht, denn in Herne bietet sich ihnen die Gelegenheit, neben vielen Klassikern auch zahlreiche Neuheiten auszuprobieren.

Mindestens 300 Spiele, die im Februar auf der Spielwarenmesse Nürnberg erstmals vorgestellt wurden, finden nun auch den Weg nach Herne. 40 Verlage bauen ihre Stände im Kulturzentrum auf, weitere schicken ihre Neuheiten, Klassiker oder Verkaufsschlager. Bereits auf der "Spiel 2015" in Essen begannen die Organisatoren des Spielewahnsinns im Oktober mit der Akquise.

Das Resultat kann sich sehen lassen. Um sämtliche Brett- und Kartenspiele auszuprobieren, bräuchte es weit mehr Zeit als die drei Tage rund um das übernächste Wochenende. Von Freitag bis Sonntag finden außerdem mehrere Turniere statt, darunter die deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Brettspiel und das 7-Wonders-Finale. Auf den Spielflächen von "Carcassonne" und "Die Siedler von Catan" werden Qualifikationen zu deutschen Meisterschaften ausgetragen.

Übrigens: Für Peter Janshoff war das 1995 von Peter Teuber veröffentlichte Brettspiel die bisher letzte große Neuerung in der Spielewelt: "So etwas gibt es nur alle 200 Jahre." Meistens seien Neuheiten lediglich Varianten bereits bekannter Spiele stellt er fest. Ihre Zahl stieg im vergangenen Jahr allerdings auf einen Rekordwert. 1000 neue Spiele kämpfen auf dem Markt um die Gunst des Publikums, früher seien es 300 bis 400 pro Jahr gewesen. Viele Autoren würden dabei die Visualität von Computerspielen aufgreifen, beschreibt Janshoff einen Trend.

Nicht nur im Kulturzentrum wird sich der Spielewahnsinn ausbreiten. Mit dabei ist auch das Museum für Archäologie. Die 7-Wonders-Meisterschaft wird in der Mitte der Dauerausstellung mit ihren zum Teil mehrere Tausend Jahre alten Ausstellungsobjekten ausgetragen. Das passt doch perfekt für ein Kartenspiel, dass Motive aus der Antike aufgreift.
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