„Die Stärken stärken“ – Kultur des Lobes am Otto-Hahn-Gymnasium

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    Herne: OHG |

Bereits zum zweiten Mal zelebrierte das Otto-Hahn-Gymnasium in der vergangenen Woche seine schuleigene Veranstaltung „Kultur des Lobes“. In einer der Oscar-Verleihung ähnlichen, rund zweistündigen Zeremonie bedachte einmal eine Jury bestehend aus Lehrer- und Elternvertretern sowie der OHG-Schulleitung besonderes außerunterrichtliches Engagement.

Musikalisch untermalt durch die Schülerband mit ihrer Interpretation von „Tage wie diese“ (Die Toten Hosen) bildeten die OHG-TecKids den Auftakt. Die Fünftklässler lösten im Dezember 2015 einem Adventskalender gleich täglich eine Aufgabe aus dem mathematischen oder naturwissenschaftlichen Bereich für den gleichnamigen Online-Wettbewerb. Auf der anderen Seite der Schüler-Altersskala erklärte die designierte Abiturientin, Julia Peter, die Ergebnisse ihrer Forschung. Im Rahmen ihrer Facharbeit kontrastierte die Q2-Schülerin Aussagen aus den 80er Jahren bezüglich des Waldsterbens in Deutschland und untersuchte gleichzeitig den tatsächlichen gegenwärtigen Bestand. Zudem wurden in dieser Kategorie ebenfalls ihre Stufenkameradinnen, Viktoria Panzram und Freya Jockenhövel, geehrt.

Im zweiten Block gingen die Auszeichnungen an zwei bereits schon im Vorjahr ausgezeichnete Sieger: Zum einen erhielt Biologie-Lehrerin Frau Annemarie Krone erneut eine Auszeichnung. Die Jury bedachte sie in diesem Jahr mit einem Preis für ihr Vogelprojekt, bei dem sie sich jeden Samstag mit Schülern der Unter- und Mittelstufe trifft, um Vögel zu beobachten und später Zweitklässlern der benachbarten Vellwig-Grundschule näher zu bringen. „Mittlerweile sind die Kinder meist erheblich flinker als ich“, gab Frau Krone bei der Preis-Entgegennahme freimütig zu.
Zum anderen demonstrierten einmal mehr die „Kleinen Einstein“ vom OHG dem verblüfften Publikum eines ihrer naturwissenschaftlichen Experimente, mit welchem die 16 Neuntklässler ansonsten Grundschüler und KiTa-Kinder verzücken. So stülpten sie ein durchsichtiges Glas über ein brennendes Teelicht, welches wiederum in einer Schüssel aus gefärbtem Wasser schwamm. Aufgrund des bald mangelnden Sauerstoffs erlosch die Kerze und das Wasser stieg im Glas rapide an. Durch die abkühlende Luft entstehe ein Unterdruck, der wiederum für den Wasseranstieg verantwortlich sei, so die verblüffend einleuchtende Antwort der kleinen Nachwuchsforscher.

Wie stark das OHG mittlerweile im Bereich MINT (Mathematik, Information, Naturwissenschaften und Technik) aufgestellt ist, zeigte sich auch bei der Preisverleihung für den EF-Schüler Laurenz Grote, der die Schule gegenwärtig beim Bundeswettbewerb Informatik vertritt und sich damit wohlgemerkt unter den besten 160 Schülerinnen und Schülern europaweit befindet. Und dass manche trotz oder gerade wegen ihrer Leidenschaft vermutlich nie ganz erwachsen werden, bewiesen die beiden Q1-Schüler Niklas Windener und Robin Pawlowicz, die im Rahmen ihrer Robotik-AG eindrucksvoll demonstrierten, wie sie ihre Nachwuchs-Terminator kämpfen, wettrennen oder breakdancen lassen.
Auch die erfolgreichen Mathematiker durften in diesem Jahr nicht fehlen. Mit Jan Krüger (Klasse 5), Leonie Weiler (Klasse 8) und dem EF-Schüler Sebastian Rustemeier verwiesen gleich drei Schüler vom OHG die örtliche Konkurrenz deutlich auf die Plätze. Mindestens ebenso eindrucksvoll wie die Schüler Maximilian Koch (Q1) sowie Sarah Görgen (Q2), welche im Rahmen des Projekts „Schüleruni“ bereits Vorlesungen und Proseminare an der Ruhr-Universität Bochum besuchten und dort Leistungsnachweise im Bereich „Künstliche Intelligenz und Bio-Psychologie“ sowie „Anthropologie des Neuen Testaments und Einführung in das Markusevangelium“ sammeln konnten.

Einen Sonderapplaus erhielten im Anschluss die beiden Schüler Robin Pospiech (Ton) und Luca Schmidt (Licht), die sich seit Jahren regelmäßig und zuverlässig um die technischen Rahmenbedingungen von sämtlichen OHG-Veranstaltungen kümmern. Viel Zeit zum Genießen hatten sie allerdings nicht, denn beim folgenden Einzelpreis hatte das Duo schon wieder alle Hände voll zu tun: Wie schon im Vorjahr erhielt Johannes Altemeier eine Auszeichnung für seine musikalische Leistung. Er gewann mittlerweile zum dritten Mal in Folge den Wettbewerb „Jugend jazzt“. Sollte es noch Zweifel an seinem Können gegeben haben, so räumte er diese mit einer umwerfenden Saxophon-Performance zum Stück „Giant steps“ von John Coltrane endgültig beiseite.

In der Kategorie „Sozialwissenschaften“ ging in diesem Jahr die Auszeichnung an Niklas Wischniewski. Der Neuntklässler belegte beim Bundeswettbewerb der IHK den überaus respektablen 27. Platz. Sichtlich beeindruckt, aber auch erstaunlich abgeklärt ob der Wettbewerbswoche in Thüringen, bei welcher Niklas unter anderem auch den Erfinder des mp3-Formats kennen lernen durfte, gab er offen zu: „Alles war gratis und eine Woche schulfrei sind auch toll“. Die Lacher des Publikums gewann er mit dieser Aussage im Sturmflug.
Direkt im Anschluss wurde es noch einmal voll auf der Bühne, da insgesamt 19 Schülerinnen und Schüler für ihr erfolgreiches Französisch-Sprachdiplom aus der DELF-AG geehrt wurden. Den Abschluss der Ehrungen bildeten in diesem Jahr vier Erwachsene, die stellvertretend für ein Team aus insgesamt neun Ehrenamtlichen Kindern aus den Willkommensklassen freiwillig Schul-Unterricht erteilen. Dafür bedankte sich das OHG sowie die davon profitierenden Kinder und Jugendlichen in einem anrührenden Video ganz herzlich bei: Bruno Warnecke (Kunst), Elena Franck (Mathematik), Dennis Kazakis (Mathematik/Chemie), Janine Bonnekoh (Deutsch/Englisch), Sarah Grahl (Englisch), Regina Groß (Deutsch, Englisch, Mathematik), Gisela Schmülling (Deutsch), Yasmin Schneider (Deutsch/Englisch) und Bernd Siewert (Mathematik/Englisch).

Das musikalische Finale bildete einmal mehr die Schülerband, die von Billy Talent „Rusted from the rain“ und „Red Flag“ intonierten. Wie gut sie das machten, zeigte sich nicht zuletzt an Schulleiter Egon Steinkamp, der begeisterte zu den Rock-Nummern im Takt mit wippte.
(You)
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