Extraschicht: Archäologie, Bier und Musik

Anzeige
Das Museum für Archäologie ist einer von drei Herner Orten, die sich an der "Extraschicht" beteiligen. (Foto: Oliver Kalus)
 
Wie in den vergangenen Jahren auch, beteiligen sich ferner die Flottmann-Hallen... (Foto: Stadt Herne)

Illuminierte Braukessel, mittelalterliche Knochenbearbeitung, Rudelsingen und Feuerjonglage, lauten nur einige der Höhepunkte an den drei Herner Spielorten der "Extraschicht" am 25. Juni. Das LWL-Museum für Archäologie, die Kulturbrauerei Hülsmann und die Flottmann-Hallen versprechen zur Nacht der Industriekultur eine abwechslungsreiche Mischung aus Archäologie, traditioneller Braukunst und mitreißender Musik.

Musikgenuss in den Flottmann-Hallen funktioniert zur "Extraschicht" auf zweierlei Weise: richtig leise oder richtig laut. Letzteres macht das Rudelsingen im großen Chor möglich. Ersteres die Kopfhörerparty via Funk unter dem Motto "Sound in Silence". Da wie dort gefragt: Hits aus aller Welt und die ganz persönlichen Lieblingshits von damals. „Sing! Dance! Song!“ lautet das Motto – und das bereitet auch jenen Gästen große Freude, die weder selbst singen noch zum Kopfhörer greifen wollen. Was nicht zuletzt dem zehnköpfigen Männerchor Voiceboyz zu verdanken ist, der unter der Maxime „Männer machen Musik“ sowohl den „Kleinen grünen Kaktus“ der Comedian Harmonists wieder aufleben lassen als auch „Angels“ von Robbie Williams oder DJ Ötzis „Stern“.

Eine dramatische Feuerjonglage des Zirkus' RatzFatz nach Einbruch der Dunkelheit und ungewöhnliche Fahrradfilme des Internationalen Cycling-Film-Festivals sorgen dafür, dass zur "Extraschicht" in den Flottmann-Hallen neben den Ohren auch die Augen nicht zu kurz kommen. Weitere Programmpunkte sind Führungen durch den beeindruckenden fünfschiffigen Jugendstilbau, durch die Ausstellung „Privatsammlungen Herne“ und den Skulpturenpark sowie Aikido-Vorführungen des KSV Herne.

Das LWL-Museum für Archäologie schreibt und macht zur "Extraschicht" Geschichte. Gemeinsam mit zahlreichen jungen Menschen aus der Region liefern die Experten des Hauses einen umfassenden und ebenso vergnüglichen wie lehrreichen Einblick in die Entwicklungsgeschichte des Handwerks in den vergangenen 5000 Jahren. In dieser Nacht wird unter anderem auf einem historischen Handwerks-Parcours auf dem Außengelände gemeinsam geformt, gewebt und geschmiedet, gehen Neugierige und Kenner der jungzeitlichen Steinbearbeitung oder dem Modegeschmack der alten Römer nach und wird die Eisenverhüttung in einem Rennofen erklärt. Wer seine Qualität als Jäger überprüfen möchte, kann sich beim Schießen mit Pfeil und Bogen probieren.

Und das ist längst noch nicht alles: Halbstündliche Führungen durch das Museum liefern einen Rundumblick über 250000 Jahre Menschheitsgeschichte, Mitmachgrabungen und Freilandübungen auf dem Außengelände geben einen Einblick in den spannenden Arbeitsalltag eines Archäologen. Gechillt wiederum wird bei den historischen Märchenerzählungen von Jessica Burri oder bei amüsanten Brettspielen aus dem Fundus des Spielezentrums, mitgesummt bei den musikalischen Walk-Acts, die auf dem Gelände und im Museum unterwegs sind. Eine Fotobox lädt dazu ein, Erinnerungsbilder in historischen Gewandungen zu machen.

Im Hülsmann, dem historischen Sud- und Treberhaus der ehemaligen Brauerei, dreht sich prinzipiell alles um die Themenbereiche Kultur und Bierkunst – und das durchaus in Verbindung miteinander. Zur "Extraschicht" werden etwa die mächtigen kupfernen Braukessel auf fesselnde Weise in Szene gesetzt: durch farbige Illuminierungen und die Bespielung mit Sphärenklängen. Audiovisuell wird's auch auf dem Vorplatz des historischen Gebäudes: Big-Band-Jazz, Funk, Rock und Pop, Folk und Blues haben gleich acht verschiedene Bands im Repertoire. Darunter etwa die Wanne-Eickeler Soulband Society Be, Gewinner des „Deutschen Rock und Pop Preises 2012“ in der Kategorie Funk’n’Soul. Ganz im Sinne der "Extraschicht" wird darüber hinaus auch der Stadtteil als solcher einbezogen: über unterhaltsame Stadtteilführungen durch Eickel mit spannenden Geschichten aus 1200 Jahren und einer Besichtigung der Schätze der Johanneskirche.

Quelle: Kirsten Hansonis/Ruhr Tourismus GmbH
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.