Extraschicht mit bewährten Standorten

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Das LWL-Museum für Archäologie ist einer von drei Herner Orten, die sich in diesem Jahr an der Extraschicht beteiligen. (Foto: Oliver Kalus)

Nach der Extraschicht ist vor der Extraschicht: Bereits zum 17. Mal gerät die gesamte Metropole Ruhr in Bewegung, wenn am 24. Juni rund 200000 Besucher über ehemalige Werks- und Zechengelände streifen, Halden und Hochöfen erklimmen und Kultur in Gasometern und Maschinenhallen erleben.

Wie schon in den vergangenen Jahren beteiligen sich in Herne das LWL-Museum für Archäologie, die Flottmann-Hallen und die Kulturbrauerei Hülsmann an der Extraschicht. Zumindest zeitweise Herner Boden betritt ein weiterer Programmpunkt: Die U35, die zwischen dem Bochumer Süden und unserer Stadt verkehrt, verwandelt sich in den "Comedy Express".

Von 18 bis 2 Uhr präsentieren am 24. Juni im gesamten Ruhrgebiet 2000 Künstler ihr kreatives Schaffen und laden zum Mitmachen ein. Zum ersten Mal mit dabei sind das Künstlerhaus in Dortmund und die Maschinenhalle Pattberg in Moers, nach einer kleinen Verschnaufpause meldet sich das kreative Quartier Fürst Leopold in Dorsten zurück.

Schon lange im kulturellen Geschehen aktiv, aber zum ersten Mal bei der Extraschicht dabei ist das Künstlerhaus in Dortmund. Ursprünglich 1924 als Waschkaue gebaut, dient es seit mehr als 30 Jahren dem lebendigen Austausch zwischen Künstlern und Kunstbetrachtern. Das offene Haus beherbergt Wohnungen und Ateliers und bietet ein abwechslungsreiches Ausstellungsprogramm. Zum Extraschicht-Debüt werden Fotos gezeigt: solche aus der Vergangenheit des Gebäudes und solche, die einen Blick auf den Alltag im Künstlerhaus werfen.

Die denkmalgeschützte Maschinenhalle Pattberg in Moers hat ebenfalls viele Jahre auf dem Buckel, ist aber in Sachen Kultur ein Neuling: Im Schatten der großen Fördermaschine zog hier im vergangenen Jahr mit dem Festival "Last Exit Moers" neues Leben ein. Das Motto spielt ironisch mit der Lage des Spielorts irgendwo im Nirgendwo in der Nähe der Autobahn, ist aber ebenso als Einladung an die Besucher der Extraschicht zu verstehen, die an diesem Abend mit Hilfe einer interaktiven Lichtinstallation ihre Umgebung nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten können.

Nach einer Pause ist Fürst Leopold in Dorsten wieder mit an Bord. Wo noch bis 2001 Kohle gefördert wurde, hat sich ein regelrechtes Szeneviertel etabliert, mit verschiedenen Event-Locations, Ateliers und Galerien. Zur Extraschicht locken neben Führungen durch die historischen Gebäude mehrere Kunstausstellungen, Musik sowie eine große Lasershow.

Bis zum 8. Mai gibt es das Extraschicht-Ticket für nur 12 Euro (statt 20 Euro an der Tageskasse). Im Preis enthalten ist wie immer der Eintritt zu allen 45 Spielorten, die kostenlose Nutzung der Shuttlebusse und aller Busse und Bahnen im VRR- und VRL-Gebiet.
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