Fidele Horst: Volles Haus bei der Premiere

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Wenn der Verleger kommt, wird auch die dominanteste Chefredakteurin zur devoten Untergebenen. (Foto: Theaterverein Fidele Horst)

Langanhaltender Beifall belohnte die Akteure des Theaters Fidele Horst nach der Premiere des neuen Stückes "Unter Geiern und Kollegen" am vergangenen Freitag im so gut wie ausverkauften Mondpalast. Auch bei den Aufführungen am Samstag und Sonntag gab es ein volles Haus. Die von Christian Weymayr eigens für den Verein geschriebene Gesellschaftskomödie, in der der Autor als Gastspieler selbst mitwirkte, erlebte eine gelungene Uraufführung.

Zur Handlung: Die Redaktion der Mooslitzer Nachrichten muss sich beim Betriebsausflug auf der vom Bühnenbauer-Trio Marc Groesdonk, Markus Wieczorkowski und Nicole Plewka errichteten idyllischen Waldlichtung plötzlich mit einer SMS befassen, durch die die Existenz der Zeitung gefährdet ist, weil ein Mitglied der Redaktion erheblich Dreck am Stecken hat. Die akribische Aufarbeitung der anonymen Anschuldigung überschattet so den eigentlich vergnüglich angelegten Ausflug ins Grüne und macht deutlich, dass es im menschlichen Miteinander an vielen Stellen knirscht und das es keineswegs immer kollegial zugeht.

Die weiblichen Redaktionsmitglieder spielen die erste Geige, sie alle erhalten ihre Blumen von Chefredakteurin Barbara Sief (Annette Holz), die in ihrer Chefin vom Dienst Jennifer de la Villeneuve (Wiebke Krause-Cords) Unterstützung erhält, um die Männer um Politik-Chef Vincent van der Heiden (Dietmar Kraschewski), Lokalredakteur Bernd Sattler (Tobias Weichert) und IT-Chef Horst Müller (Klaus-Dieter Twiehoff) in die Schranken zu weisen. Als dann aber der vom Autor Christian Weymayr gespielte Verleger Dr. Fleischer beim Betriebsausflug das Kommando übernimmt, wird aus der dominanten Chefredakteurin eine devote Untergebene, ehe sie nach dem Abgang des Verlegers wieder die Rolle der Chefin übernimmt.

Der Betriebsausflug der Mooslitzer Nachrichten handelt zwar von fiktiven und bewusst überzogenen Zwistigkeiten, doch der Inhalt des Stückes macht die Animositäten unter Kollegen deutlich und lässt sich ganz sicher auf viele Bereiche des Arbeitsalltags übertragen.

"Unter Geiern und Kollegen" erlebt in den kommenden Tagen vier weitere Aufführungen im Mondpalast. Am Mittwoch, Freitag und Samstag beginnen die Vorstellungen um 19 Uhr, am Sonntag flammen die Intrigen in der Redaktion der Mooslitzer Nachrichten ein (vorerst?) letztes Mal ab 17 Uhr auf.
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