KAZ-Open-Air gibt weitere Bands bekannt

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Kommt mit Jahr Verspätung nach Herne: Disco/Oslo präsentiert das Album "Tyke". (Foto: Veranstalter)

Mit Disco/Oslo aus Oldenburg und Freiburg aus Gütersloh kündigen die Organisatoren des KAZ-Open-Airs zwei weitere Bands an. Das Festival findet am 26. August im Skatepark Hibernia statt.

Speziell Disco/Oslo dürfte dem aufmerksamen KAZ-Fan ein Begriff sein, denn eigentlich sollten die vier Nordlichter bereits auf dem letzten Open-Air spielen, mussten aber aus beruflichen Gründen passen. Aber auch in diesem Jahr werden Disco/Oslo ihr aktuelles Album "Tyke" im Gepäck haben.

Musikalisch setzt "Tyke" nahtlos an dem bekannten Stil der Band an: Die raue Stimme, melodische und schräge Gitarren prägen den Stil. "Tyke" setzt aber auch ganz eigene Akzente, die ausgereifter und überlegter klingen. Neben Bezügen zu Leatherface, Turbostaat und Pascow lassen sich auch Spurenelemente von Razzia und But Alive heraushören.

Textlich kommentiert man auf persönlicher, politischer und gesellschaftskritischer Ebene kritisch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Der Name für das Album wurde nicht grundlos gewählt. Das Album ist einem Zirkuselefanten gewidmet, der sein Leben lang durch Gitter schauen musste und immer wieder versuchte sich zu wehren. Tyke wurde unterdrückt und ist trotzdem wieder aufgestanden. Ihr Freiheitsdrang wurde am Ende mit 86 Kugeln gestoppt.

Zweiter Festival-Neuzugang ist Freiburg. Die Band stammt nicht aus dem Breisgau, sondern aus Gütersloh. Die Band hätte alle Möglichkeiten, mit Vorurteilen jedweder Art über Ostwestfalen aufzuräumen. „Brief und Siegel“ ist davon jedoch meilenweit entfernt. Denn mit ihrem dritten Album präsentieren sich Freiburg als wütende Einheit, die in ihren Texten Einzelschicksale sowie Alltags- und Gesellschaftswahnsinn verarbeitet.

„Brief und Siegel“ gleicht einer Achterbahnfahrt. Das Album hat seine melancholischen Momente. Besonders beim finalen „Es ist vergangen“ überkommt den Hörer eine tragische Schwere, während das Stück gleichzeitig zu den eingängigsten des Albums gehört. Als potenzieller Hit empfiehlt sich das ebenso melancholische wie melodische „Sommer, Roggen und er“, bei dem Düsenjäger-Frontmann Tobi Neumann mit an Bord ist.
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