Kulturzentrum: Butterfahrt, Symphoniker und Frau Müller

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Die Butterfahrt 5 macht Musik aus fünf Jahrzehnten nass. (Foto: Veranstalter)
 
Die Herner Symphoniker geben ein Konzert anlässlich ihres zwanzigjährigen Bestehens. (Foto: Thomas Schmidt/Stadt Herne)

Zum Auftakt die Symphoniker und als Höhepunkt in Sachen Publikumsresonanz der Spielewahnsinn: Im Mai hat das Kulturzentrum viel zu bieten.

Zum zwanzigjährigen Bestehen der Herner Symphoniker erwartet das Publikum am Donnerstag, 5. Mai, ein festliches Programm mit Musik von Brahms und Beethoven. Das Konzert beginnt mit der Akademischen Festouvertüre von Brahms, in welcher der Komponist Zitate mehrerer Studentenlieder kontrapunktisch verarbeitete. Danach folgt die wegen ihrer Besetzung mit Klavier, Chor und Orchester eher selten gespielte Chorfantasie von Beethoven. Als Höhepunkt des Abends wird Beethovens 7. Sinfonie gespielt. Theodor W. Adorno hielt diese für Eine „Symphonie par excellence“. Beginn des Konzertes ist um 18 Uhr. Karten sind für 12,60 Euro (ermäßigt) bis 17 Euro erhältlich. Der Vorverkauf läuft unter anderem über das Stadtmarketing, Kirchhofstraße 5, und das Bürgerlokal Wanne, Hauptstraße 241.

„Frau Müller muss weg“ – und das ganz bestimmt am Samstag, 7. Mai, um 19.30 Uhr: Wieder einmal bestätigt Erfolgsdramatiker Lutz Hübner seinen Ruf, ein äußerst amüsanter wie nachdenklicher Autor zu sein. In seinem neuen Spielplan-Hit haben fünf Elternvertreter einer vierten Grundschulklasse die Lehrerin Frau Müller um eine Unterredung gebeten, um ihr zu sagen, was sie von ihr halten: nämlich nichts. Nicht die eigenen Sprösslinge sind Schuld an dem miserablen Leistungsstand der Klasse, sondern allein die unfähige Lehrerin. Deshalb heißt die Parole: Frau Müller muss weg. Die Viertklässler sollen mit einer anderen Klassenlehrerin noch eine Chance haben, den Wechsel ans Gymnasium zu schaffen. Sachlich und fair soll das Gespräch geführt werden – das haben sich die Eltern so vorgenommen. Aber schon nach kurzer Zeit spielt Objektivität keine Rolle mehr und es geht ans Eingemachte: Vorwürfe, Beleidigungen und Beschimpfungen bringen die Stimmung auf den Nullpunkt. Unverrückbar vertreten die ehrgeizigen Eltern die Überzeugung, dass ihre eigenen Kinder ganz besonders begabte Persönlichkeiten sind, die zwar ab und zu spezieller Förderung bedürfen, aber jede Chance verdienen. Doch das sieht die Müller alles nicht. Im Gegenteil. Ihre Liste über die Defizite der Schüler ist lang. Die Aufführung findet am Samstag, 7. Mai, statt. Beginn ist um 19.30 Uhr. Karten gibt es ab 17 Euro (ermäßigt ab 8,75 Euro).

Auch in diesem Jahr präsentiert das Team des städtischen Spielezentrums wieder ein umfangreiches Angebot aus der Welt der Spiele. Der „Spielewahnsinn“ findet vom 20. bis zum 22. Mai statt. Zwischen 40 und 50 Spieleverlage laden zum Mitspielen ihrer Neuheiten, aber auch alt bewährter Spiele ein. Ebenso gibt es ein Rahmenprogramm und die Möglichkeit, an Turnieren teilzunehmen, zum Beispiel an der westdeutschen Memorymeisterschaft. Am Sonntag findet das Finale der deutschen Mannschaftsmeisterschaft im Brettspiel statt. Dafür haben sich Teams aus ganz Deutschland qualifiziert. Zwischen 4000 und 5000 Besucher aus ganz Deutschland lockt der „Spielewahnsinn“ an drei Tagen ins Kulturzentrum. Die Öffnungszeiten sind Freitag von 14 bis 19 Uhr, Samstag von 10 bis 20 Uhr und Sonntag von 10 bis 18 Uhr.

Bereits zum siebten Mal findet im Kulturzentrum der "Herner Comedy Abend" statt, den Helmut Sanftenschneider als Moderator begleitet. Diesmal sind Markus Krebs, Marek Fis, Heinrich del Core, Butterfahrt 5 und ein Überraschungsgast am Start. Termin ist Mittwoch, 25. Mai, ab 20 Uhr. Der Duisburger Markus Krebs versteht es mit herrlich schrägen Doppeldeutigkeiten und genialem Wortwitz eine Lachsalve nach der anderen zu produzieren. Mit feinsinnigem Humor präsentiert er seine Geschichten mit einer gehörigen Portion Ruhrpott-Charme, die kein Auge trocken lassen. Der polnische Comedian Marek Fis nimmt in seinem Programm den kompletten Ostblock unter die Lupe. Ein komischer Nachbarschaftsdienst zur Völkerverständigung. Nichts und niemand ist vor ihm sicher. Gnadenlos, schonungslos und mit einer gehörigen Portion Selbstironie. Italienischer Vater trifft schwäbische Mutter. Das Ergebnis dieser fruchtbaren Liaison ist Heinrich Del Core. Er macht dem Publikum in bester Stand-Up-Manier klar, wie’s wirklich aussieht, in einem deutsch/italienischen Inländer. Bestens vertraute Hits aus 50 Jahren Musikgeschichte zerlegen die fünf Musiker von Butterfahrt 5 in ihre Einzelteile und fügen sie auf aberwitzige Weise neu zusammen. Das ist bekloppt, das ist verblüffend, das ist komisch. Karten für den "Comedy Abend" kosten 22,50 bis 31,30 Euro.
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