Letzte Kulturführung des Herner Netz e.V. im Jahr 2013

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Am Sonntag, dem 24. November 2013, machte der Kulturverein Herner Netz e.V. seine letzte Führung in diesem Jahr unter dem Thema „Leben und Sterben in Herne“.

Gäste und Mitglieder versammelten sich auf dem Rathausplatz, wo eine Orientierung über städtische Friedhöfe, kirchliche und ehemalige Friedhöfe gegeben wurde, desgleichen über die Kriegsgräberstätten. Davon gibt es in Herne 18 Stätten mit insgesamt 2947 Kriegstoten.
Dann ging die Führung zum ehemaligen Friedhof auf dem Dennenkamp, der 1841 auf einem Feld des Bauern Bergelmann von der evangelischen Gemeinde angelegt wurde, bis er 1875 belegt war. Der Friedhof an der Behrensstraße, heute ein Park, war der nächste Friedhof, den 1882 die evangelische Kirche eröffnete. Hier sind nicht nur Einheimische beerdigt, sondern auch Engländer und Franzosen, die seit 1850 in den neuen Zechen der Stadt als Spezialisten arbeiteten. Die relativ schnellen Erweiterungen der Friedhöfe wiesen auf die steigende Zahl der Bevölkerung im Zeitalter der Industrialisierung hin.
An der Kreuzkirche, eingeweiht am 2. Dezember 1875, und der Vorgängerkirche, der Dionysiuskirche, deren Grundriss markiert ist, konnte man den Bevölkerungszuwachs demonstrieren. Die Dionysiuskirche hatte ein Fassungsvermögen von 400 Personen, die Kreuzkirche ein solches von 2000 Personen.
Im Restaurant „Zille“ hielt Wolfgang Viehweger zu einer kleinen Ausstellung von Bildern des am 3. November 2013 verstorbenen Heimatfreundes Alfred Hartwig eine Laudatio, worin er auf das Lebenswerk des Künstlers einging, der mit wachen Augen durch die Stadt wanderte und viele Gebäude in seinen Zeichnungen festhielt, die heute längst verschwunden sind.
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