Mit Kleist in die Kreisliga

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Die neue Komödie „Der zerdepperte Pott“ bringen die Schauspieler Heiko Büscher und Axel Schönnenberg, Prinzipal Christian Stratmann, Schauspieler Martin Zaik, Intendant Marvin Boettcher sowie Chefdramaturg und Regisseur Thomas Rech auf die Bühne. (Foto: Dominik Scharf/Mondpalast)

Wer hat es gewagt, den Pott zu zerdeppern? Über diese Frage zerbrechen sich die Kicker des 1. FC Hinter Marl den Kopf. So ein Pott ist doch schließlich ein Pokal, und der Pokal ist heilig!

Die witzigste Antwort auf diese Frage gibt der Mondpalast mit seiner neuen Komödie „Der zerdepperte Pott“, ein Lustspiel frei nach Heinrich von Kleist. Am Donnerstag, 19. Oktober, ist Premiere. Der Vorverkauf hat begonnen.

Otto Adam (Martin Zaik), Vorsitzender des 1. FC Hinter Marl, hat sich abends auf unfeine Weise an Eve (Melanie Linka) herangemacht, die Tochter seines verstorbenen Mannschaftskollegen Kalle. Dabei hat Otto von Eves Freund Till (Dominik Brünnig) eins auf den Schädel bekommen, konnte aber unerkannt fliehen. Dabei ging leider der „Pott“ zu Bruch, quasi die Reliquie des Vereins. Dass Adam in Geldnöten ist und die Bar-Kasse seines Vereins „beliehen“ hat, macht alles nur noch schlimmer.

Obendrein kommt es höchst ungelegen, dass DFB-Funktionär Fritz Walter (Heiko Büscher) auf der Vereinsmatte steht. Er will die Voraussetzungen für den Aufstieg des 1. FC Hinter Marl in die Regionalliga zu prüfen. Als Fritz Walter die Pott-Bruchstücke präsentiert bekommt, wird sein Ehrgeiz geweckt, diesen Fall zu lösen. Am Ende sind sich alle einig: Entscheidend ist nicht immer auf'm Platz.

Mit „Der zerdepperte Pott“ greift das Volkstheater nach „Ronaldo & Julia“ und „Othello - der Schwatte von Datteln“ von William Shakespeare den wohl bekanntesten Lustspielklassiker des deutschen Theaters auf: „Der zerbrochne Krug“. „Diesen Stoff hatten wir schon lange im Auge. Wir freuen uns sehr, dass es endlich geklappt hat“, sagen Prinzipal Christian Stratmann und Marvin Boettcher, der geschäftsführende Intendant. Mit großem Vergnügen verfolgten sie, wie Autor Sigi Domke und Regisseur Thomas Rech die liebenswert-schrägen Typen der Vorlage in die Ruhrgebietsgegenwart transportierten.

Die Mondpalast-Gäste erwartet ein opulentes Stück: Zehn Schauspieler agieren im neuen Bühnenbild von Arke Zeiß, der schon bei der Erfolgskomödie „Herr Pastor und Frau Teufel“ erstmals einen völlig neuen Look verpasste.

Quelle: Redaktionsbüro Schübel
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