Streifzüge durch die Stadt

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Der Rhein-Herne-Kanal prägte die Entwicklung von Horsthausen maßgeblich. (Foto: Archiv Wochenblatt)

Die Volkshochschule bietet in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv regelmäßig Streifzüge durch die Lokalgeschichte an. Die nächste Runde am Mittwoch, 22. März, führt durch Horsthausen.

Interessierte treffen sich an der Roonstraße in der Höhe der Werderstraße. Mit der Unterstützung des Publizisten Friedhelm Wessel und des Filmemachers Roland Schönig stellt Stadtarchivar Jürgen Hagen den Süden des Stadtteils vor.

Wer heute an der Kanalstraße wohnt, schaut nicht mehr auf das Wasser des ehemaligen Stichkanals, der in den Dreißigerjahren, kurz vor seiner Trockenlegung, einmal kurzzeitig im Blickpunkt der Weltöffentlichkeit stand. Vielmehr ist das Bett des legendären Kanalabschnittes heute Teil des Emscherschnellweges, also der A42. Auch sonst gibt es bei diesem Stadtteilrundgang im südlichen Horsthausen viel zu erzählen und zu entdecken. Noch heute zeugen prachtvolle Villen, liebevoll restaurierte Beamtenhäuser und das inzwischen in die Jahre gekommene Verwaltungsgebäude der ehemaligen Zeche "Friedrich der Große" vom Glanz einer über hundertjährigen Epoche, die diesem Viertel mit seinen Wohnhäusern, Kirchen und Straßenzügen ihren Stempel aufgedrückt hat. An Piepenfritz 1 und 2, den Pütt, der hier bis 1967 den Bereich prägte, erinnern nur noch wenige Gebäude, die aber längst anderweitig genutzt werden.

Der Spaziergang wird filmisch von Roland Schönig begleitet. Nach der Fertigstellung wird der Film auf Youtube (Suche: "Mondkanal") zu sehen sein. Der Spaziergang findet bei jedem Wetter statt.

Für an der Geschichte dieser Stadt Interessierte hat die Volkshochschule in diesem Monat ein weiteres Angebot. Unter dem Titel "Blick zurück und doch nach vorn" hat sie gemeinsam mit dem Stadtarchiv eine neue Vortragsreihe ins Leben gerufen. Den Anfang macht Jürgen Hagen am Dienstag, 28. März, ab 18.30 Uhr im Kulturzentrum, Willi-Pohlmann-Platz 1 mit der Geschichte Alt-Hernes.

Die Verleihung der Stadtrechte an die Landgemeinde Herne vor rund 120 Jahren dient als Anlass, die Entwicklung Alt-Hernes nachzuzeichnen. Die Zeitreise setzt an bei der alten Herner Bürgermeisterei und dem alten Amt Herne, zu denen auch die Gemeinden gehörten, die die spätere Stadt Wanne-Eickel bildeten. Hermann Schaefer Amtmann, Bürgermeister und Oberbürgermeister von Herne, äußerte zum 25. Geburtstag der Stadt Herne im Jahre 1922 hierzu die Hoffnung, dass es zu einer Wiedervereinigung von Wanne und Eickel mit Herne käme.

Der Vortrag skizziert den Wandel von einer landwirtschaftlich geprägten Gemeinschaft zu einer Industriestadt in dessen Folge Gebietsvergrößerungen Hernes mit den Eingemeindungen von Baukau und Horsthausen sowie den Gemeinden des Amtes Sodingen einhergingen. Der Strukturwandel nach dem Zechensterben und die Stadtkernentwicklung von Alt-Herne in den Siebzigerjahren sind weitere Themen.

Anmeldungen zu beiden Angeboten sind unter der Telefonnummer 02323/163584 möglich.
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