Tempel zieht nach Berlin um

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Der Tempel wurde bereits am vergangenen Dienstag abgebaut. (Foto: Stefan Kuhn)

Die acht Meter hohe Tempelfassade aus der Vietnam-Ausstellung im LWL-Museum für Archäologie ist in die Hauptstadt umgezogen. Den Zuschlag unter den 20 Bewerbern erhielt das Kraftwerk Berlin.

Beim Kraftwerk Berlin handelt es sich im einen Ausstellungs- und Veranstaltungsort im ehemaligen Heizkraftwerk Berlin-Mitte. Hier wurde der Tempel bereits am vergangenen Mittwoch wieder aufgebaut. Bei einer Höhe von 8 Metern war klar, dass die Zahl der potenziellen neuen Ausstellungsorte nicht allzu hoch sein würde.

Die Museen in Chemnitz und Mannheim, in denen die Ausstellung "Schätze der Archäologie Vietnams“ fortgesetzt wird, haben für den Tempel tatsächlich keinen ausreichenden Platz. Umso schwieriger war es, in den vergangenen Wochen einen geeigneten Standort zu finden. Diesen bietet das Kraftwerk Berlin, hier soll der Tempel auf Dauer stehen. Zukünftig wird er dort in der Dachhalle stehen. Das gesamte Gebäude wurde in den vergangenen Jahren aufwendig umgebaut und wird heute als besonderer Ort für Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt.

Entdeckt hat das Gebäude der Kulturmanager Dimitri Hegemann, der dorthin mit seinem Technoclub Tresor umzog. Er war es auch, der durch die Medien auf das Angebot des LWL-Museums und damit auf die Rekonstruktion des vietnamesischen Tempels aufmerksam wurde. "Berliner Industriegeschichte trifft vietnamesischen Kulturschatz, das ist eine vielversprechende Kombination", sagt Mühlenbrock.

Das ebenso große Original steht auf einem Hügel in der Küstenebene von Phan-Rang im Süden Vietnams. Es gehört zu einem Komplex. Dessen Haupttempel ist noch heute zentraler Ort des alljährlichen vietnamesischen Neujahrsfestes und wird immer noch als Heiligtum genutzt.

Das Modell wurde entsprechend der tatsächlichen Maße des Originalbaus entworfen und als Kulissenbau umgesetzt. Elf hintereinander gestaffelte Schichten vermitteln einen plastischen Eindruck der mit Verzierungen versehenen Ziegelarchitektur.

Mit dem Abbau des Tempels startete im LWL-Museum für Archäologie der Aufbau für die archäologische Landesausstellung "Revolution Jungsteinzeit", die ab dem 24. Mai zu sehen ist.
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