Traumberuf Biersommelier und Bierbotschafter - 500 Jahre Reinheitsgebot

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Matthias Kliemt kommt als Bierbotshafter und Biersommelier viel herum - hier beim Craft Beer Award 2015. (Foto: AD LUMINA Ralf Ziegler)
Herne: Zurbrüggen Kochschule |

Der 23. April ist nicht nur der Tag des Bieres, am 23. April wird auch 500 Jahre deutsches Reinheitsgebot gefeiert. Matthias Kliemt kennt sich mit dem besten Durstlöscher der Welt aus - er hat einen Traumjob.

So geht‘s manchmal im Leben: Der Recklinghäuser Matthias Kliemt hat Industriekaufmann gelernt, schlug die Reserveoffizierslaufbahn ein, studierte WiWi Bochum und danach Raumplanung in Dortmund. Mit dem Raumplaner-Diplom in der Tasche entschied er sich dafür, endlich was Ordentliches zu machen: Bier!

Mitbegründer des ProBier Club e,V.


Matthias Kliemt hat 1998 zusammen mit Frank Winkel den ProBier Club e. V. in Dortmund gegründet. Der eingetragene Verein hat weltweit mittlerweile rund 9.000 Mitglieder, darunter Promis wie Reiner Calmund, Horst Lichter und Rolf Töpperwien.
Der Club durchforstet genießerisch die Vielfalt von über 7.000 verschiedenen Biermarken aus rund 1380 deutschen Brauereien, trifft eine monatliche Bierauswahl und verschickt diese an seine Mitglieder. Dieses bierkulturelle Engagement wurde doppelt gewürdigt: 2002 von Baden-Württembergischen Brauereien mit dem „Förderpreis Bierkultur“ und 2007 mit der „Goldenen Bieridee 2007“ vom Bayerischen Brauerbund.
Der heute 49-Jährige: „ich bin Deutschlands einziger Diplom-Biersommelier mit drei Sternen und arbeite für die IHK als Bierbotschafter. Und seit dem 1. April bin ich offizieller Bierbotschafter des Landes NRW und ergänze das Team der Genussbotschafter.“ Nun geht der Dozent unter die Autoren: Ab dem 23. April (am Tag des Bieres) erscheint sein erstes Buch unter dem Titel „Die schönsten Brauhäuser im Rheinland“.

„Grill-“Gastspiel bei Zurbrüggen in Herne


Matthias Kliemt kommt nach Herne! Und zwar in die Zurbrüggen-Kochschule, Am Westerfeld 1, am Freitag, 10. Juni.
Ab 18.30 Uhr vermittelt der Biersommelier, das Bier nicht nur Pils und Weizen ist. Und Grillen viel spannender sein kann als Würstchen und fertig marinierte Nackensteaks auf den Rost zu legen.
Die Teilnehmer verbringen den Abend mit der Zubereitung eines Grillmenüs - und zu jedem Gericht gibt es das korrespondierende Bier. Zusätzlich verrät ihnen Kliemt kleine Tipps zum Grillen und gibt natürlich eine Einführung in die Biervielfalt mit diversen Bierproben.

Wussten Sie schon, dass...


- Bier nicht das älteste alkoholische Getränk der Welt ist? Aus heruntergefallen Früchten wurde ein Wein ähnliches Getränk gemacht.

- Experten sich jedoch einig sind, dass die Geschichte des Bieres untrennbar mit der Geschichte des Brotes zusammenhängt – daher auch die volkstümliche Bezeichnung „Bier ist flüssig‘ Brot“, die bis heute ihre Gültigkeit hat.

- Mutter Natur praktisch der Ur-Braumeister war? Die gequetschten oder zerriebenen Getreidekörner wurde zu einem Brei vermengt und stellten als Teig die Grundlage zur frühen Brotherstellung dar. Stand dieser etwas länger an einem wärmeren Ort, so kam es durch Infektion des Brotteiges mit wilden Hefen aus der Luft zu einer spontanen Gärung. Der Wasseranteil war dabei entscheidend: Wenig Wasser machte aus dem Brei ein Brot, wurde mehr Wasser zugefügt, entstand eine Art Ur-Bier.

- schon zirka 3.000 bis 2.000 vor Christus die Sumerer ein bierähnliches Getränk produzierten?

- im 2. Jahrtausend vor Christus bei den Babyloniern eine richtige Bier-Kultur entstand, denen die Braukunst von den Sumerern übertragen wurde: 70 verschiedene Biersorten entstanden aus Gerste, Emmer oder einer Mischung beider Getreidesorten, es gab dunkles Starkbier, Dünnbier, Sauerbier und Süßbier.

- Bier bereits gehandelt wurde?

- Bier sofort nicht nur als Getränk, sondern auch als Heilmittel angesehen wurde? Eine Mischung aus Bier, Gewürzen und Aalgalle half beispielsweise bei einer Blasenentzündung.

- von ersten Kneipen oder Wirtshäusern bereits ab 3.000 vor Christus in Ägypten berichte wurdet: Der Ausschank von Bier in speziellen Bierhäusern oder öffentlichen Schenken gehörte zum damaligen Bild der Siedlungen. Und: Bier wurde neben Brot als Grundausstattung mit in die Grabkammern gegeben, um ein Weiterleben im Jenseits zu sichern.


Infos/Quellen:
www.bierclub.de
www.brauer-bund.de
www.bierbotschafter-ihk.de
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