Unter Geiern und Kollegen

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Frauenpower: Mehr Darstellerinnen als jemals zuvor stehen mit dem kommenden Stück für das Theater Fidele Horst auf der Bühne. (Foto: Veranstalter)

Eigentlich sollte es nur ein gemütlicher Betriebsausflug des Redaktionsteams der Mooslitzer Nachrichten werden. Aber die Stimmung wird von einer oder einem Unbekannten gründlich verhagelt. Dieser hat in einer SMS an die Chefredakteurin behauptet, dass die Existenz der Zeitung am seidenen Faden hänge, weil ein Mitglied der Redaktion Dreck am Stecken habe.

Das ist die Ausgangslage des neuen Stückes, dass der Theaterverein Fidele Horst derzeit probt. "Unter Geiern und Kollegen" soll Ende April an sieben Abenden im Mondpalast aufgeführt werden. Vieles soll anders inszeniert werden, als man es vom Theaterverein in den vergangenen Jahren gewohnt war: das überraschende Bühnenbild, die vielen Charaktere, die Story und die Tatsache, dass das vom Herner Autor Christian Weymayr geschriebene Stück am 21. April eine Welt-Uraufführung sein wird.

Zur Handlung: Mit journalistischem Eifer, humorvollen, ironischen und bissigen Frotzeleien und gegenseitigen Beschuldigungen wird nach dem Missetäter gesucht, um den drohenden Verkauf der Zeitung abzuwenden. Dabei aber stellt sich heraus, dass jeder aus der Redaktion eine Leiche im Keller hat. Aber welche der kleinen oder großen Sünden meint der Denunziant?

Der Titel deutet an, dass es im Alltag auch unter Arbeitskollegen nicht immer rund läuft. Gegenseitige Schuldzuweisungen aber auch Eingeständnisse eigener Fehler sorgen dafür, dass bei der akribischen Auflistung aller Vergehen der einzelnen Redaktionsmitglieder Dinge ans Licht geholt werden, die deutlich machen, dass es im kollegialen Miteinander oftmals knirscht.

„Es ist schwer, jedes Jahr ein Stück zu finden“, betont Spielleiter Olaf Weichert und ein besonderes Problem gab es für ihn auch noch. Der Verein hat viele junge Frauen, die es auf die Bühne zieht. Das war ein Grund dafür, dass er mit dem Wunsch an Weymayr herangetreten war, ein Stück zu schreiben, in dem viele Rollen von Frauen besetzt werden. Das ist gelungen: Neun Frauen und fünf Männer, darunter auch der Autor selbst, sind dabei.

„Das wird eine echte Herausforderung für uns“, ist sich Weichert sicher. Christian Weymayr fügt eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen hinzu: „Das Stück fordert ein Höchstmaß an Disziplin von allen Beteiligten!“ Nicht weniger als 14 Darsteller werden sich im nächsten Frühjahr auf der Bühne des Mondpalastes tummeln. Wie in den letzten Jahren bietet der Verein auch in diesem Jahr wieder eine Vorstellung mit Gehörlosen-Dolmetschern an. Diese wird am 29. April aufgeführt.

Der Vorverkauf ist angelaufen. Karten gibt es beim Theaterverein (02325/3776315).
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