Vietnamesischer Jahreswechsel

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Eine fremde Welt, die man im Rahmen des Neujahrsfest kennenlernt: Vietnam. (Foto: Stefan Kuhn)

Warum nicht ein zweites Mal das neue Jahr begrüßen? Am Sonntag feiert das Museum für Archäologie das vietnamesische Neujahrsfest Tet. Anlass ist die Sonderausstellung "Schätze der Archäologie Vietnams", die noch bis zum 26. Februar in Herne zu sehen ist.

Was hierzulande Silvester ist für die Vietnamesen Tet. Das bedeutet "Fest" und ist der wohl bedeutendste Feiertag des Landes. Er steht für das Neujahrsfest, orientiert am chinesischen Mondkalender.

Große und kleine Besucher können sich am Sonntag zwischen 11 und 20 Uhr nicht nur die "Schätze der Archäologie Vietnams" anschauen, die erstmalig in Deutschland zu sehen sind. Sie sind auch eingeladen, traditionelle Bräuche Vietnams kennenzulernen und selbst auszuprobieren. So geht es beim vietnamesischen Neujahrsfest im Foyer des LWL-Museums für Archäologie ganztägig mit viel Musik zur Sache. Studierende der Ruhr-Universität Bochum mit vietnamesischen Wurzeln präsentieren verschiedene Tänze aus ihrer Heimat. Beim Bambus- oder Lotustanz kann der Besucher selbst die Hüften schwingen. Ebenfalls mitmachen können Besucher bei der Zubereitung von Sommerrollen. Für den großen Hunger gibt es zudem in den museumspädagogischen Räumen ein breites Angebot an vietnamesischen Spezialitäten.

Darüber hinaus präsentieren sich im Foyer die Freundschaftsgesellschaft Vietnam und das "Eine Welt Netz NRW" mit Infoständen und einem Vortrag um 17 Uhr. Für alle, die eine Reise nach Vietnam planen, bietet der Vortrag "Reiseland der Gegensätze" um 15 Uhr spannende Bilder und Informationen. Beide Vorträge finden im Museumskino statt.

Unterdessen nimmt sich der Förderverein des LWL-Museums für Archäologie den jungen Besuchern an: In einer kindgerechten Erzählrunde im Foyer werden Märchen und Sagen aus dem Land des aufsteigenden Drachen zum Leben erweckt. Ebenfalls vom Förderverein organisiert wird für alle Besucher eine traditionelle Teezeremonie.

Auch im Innenhof des Museums gibt es Mitmachaktionen. So können Besucher beim Reissackhüpfen oder im Rahmen einer Lotterie Preise gewinnen. Kinder werden darüber hinaus sogar mit Glück beschenkt. Gemäß der Tradition "Li Xi" bekommt jeder Besucher unter zwölf Jahren ein rotes Tütchen, das neben einer kleinen Aufmerksamkeit Wünsche für das neue Jahr enthält.

In den Ausstellungsräumen selbst haben Kinder zudem die Möglichkeit, nach Vorbildern der Dong Son-Kultur kleine Trommeln zu basteln. Hier bieten Mitglieder des Deutsch-Vietnamesischen Freundeskreises auch Schnupperkurse in der Kunst des Schreibens, der vietnamesischen Sprache und der Meditations-, Konzentrations- und Bewegungsform Qi Gong an.

In regelmäßigen Abständen präsentieren die Studierenden der Ruhr-Universität Bochum in den Ausstellungsräumen außerdem traditionelle Gewänder aus Vietnam. Nach einer kleinen Modenschau dürfen die Besucher die Gewänder selbst anprobieren und können sich in einer Fotobox inmitten archäologischer Fundplätze, Weltkulturstätten und vietnamesischer Metropolen ablichten lassen.

Schließlich laden zu jeder vollen Stunde öffentliche Führungen zu einem Rundgang durch die Sonderausstellung ein. Die Dauerausstellung, die einen Überblick über 250000 Jahre Menschheitsgeschichte in der Region bietet, kann jeweils eine halbe Stunde später unter fachmännischer Führung besichtigt werden. Der Eintritt ins Museum und die Teilnahme an den Angeboten sind kostenfrei.
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