Vorbildliches Unterrichtsmodell der Demokratiepädagogik

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Ministerin Schwall-Düren mit Jugendlichen und Projektleitern des Kohlengräberlandes.

Ministerin Schwall-Düren lobte das bundesweit einmalige Schulfach "Kohlengräberland" der Erich-Fried-Gesamtschule Herne


Als vorbildliches Unterrichtsmodell bezeichnete NRW-Ministerin Angelica Schwall-Düren das Unterrichtsfach "Kohlengräberland" an der Erich-Fried-Gesamtschule in Herne. Die Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien hatte eine 24köpfige Delegation des Schulfaches am 28. Januar in die Vertretung in Berlin eingeladen, um dort die Gedenkfeier zum 70. Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz zu gestalten. Mit szenischen Darstellungen, Musik und multimedialen Präsentationen zeigten die Jugendlichen zwischen 13 und 17 Jahren einen beeindruckenden Ausschnitt aus ihrer Arbeit zur Erinnerung an die NS-Diktatur. Musikalische Unterstützung gab es dabei vom Zeitgeist Ensemble Ruhr, welches seit Jahren eng mit dem Projekt zusammenarbeitet. In ihrer Begrüßung hob die Ministerin die besondere Bedeutung des bundesweit einmaligen Schulfaches hervor: "Couragierte Projekte wie das der Erich-Fried Gesamtschule sind genau die zivilgesellschaftlichen Signale, die wir brauchen." Ausdrücklich hob sie dabei die demokratiepädagogischen Grundsätze der Herner Schule hervor. Sie verwies ferner auf die zahlreichen Preise und bundesweiten Auszeichnungen, die die Schülerinnen und Schüler in den letzten Jahren für ihre Arbeit gegen Rassismus und Extremismus erhalten haben.

Das Unterrichtsfach „Kohlengräberland“ wurde 1997 von Ulrich Kind und Isabell Tappenhölter gegründet. Das Ziel ist die Begegnung der Teilnehmer mit ihrer eigenen regionalen Geschichte, und der wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung des Lebensraumes zwischen Ruhr und Emscher. Das Fach kann von den Schülerinnen und Schülern als dreijähriges Wahlpflichtfach (8. bis 10. Klasse) mit zwei Unterrichtsstunden pro Woche belegt werden. Der jeweilige Jahrgangskurs entscheidet selbst über den inhaltlichen Projektschwerpunkt. Zurzeit nehmen insgesamt 90 Schülerinnen an den drei Kursen teil. Zur Arbeit gehört neben anderem die Recherche in Archiven, Gespräche mit Zeitzeugen und aktuelle Begegnungen vor Ort. Umgesetzt werden die Erfahrungen im Darstellenden Spiel, Ausstellungen, Liedern oder multimedialen Präsentationen. Ab Februar wird der Kurs auch erstmals für die Oberstufe eingerichtet.

Der Besuch in der NRW-Botschaft am 28. Januar ist nicht der erste Kontakt der Jugendlichen mit der "großen Politik". Bereits am 1. September war NRW-Schulministerin Silvia Löhrmann zu Gast in Herne, um an einer Gedenkfeier teilzunehmen, die die "Kohlengräber" anlässlich des 75 Jahrestages des Kriegsbeginns ausgerichtet hatten".
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