Weltmusik in Herne

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Das syrische Ensemble Ramel eröffnet den Konzertreigen 2015. (Foto: Klangkosmos NRW)

Klassische Musik aus Indien, meditative Klänge aus Syrien oder das Lebensgefühl der Karibik, dargeboten von Künstlern aus Guadeloupe: die Reihe Klangkosmos Weltmusik“ startet in die neue Konzertsaison.

Vom 27. Januar bis zum 13. Juni gibt es sechs Auftritte. Zum Auftakt spielt das syrische Ensemble Ramel am 27. Januar in der ev. Kreuzkirche. Die Musiker wurden im Al Helaliya Sufi Orden ausgebildet und spielen „ruhigere, medative, orientalisch anmutende Musik“, erklärt Markus Heißler vom Eine Welt Zentrum.

Die Mitglieder der Gruppe stammen aus Syriens zweitgrößter Stadt Aleppo. Angesichts des Kriegsgeschehens im Land „ist dort auch die Kultur gefährdet“, erklärt Heissler. Die Künstler leben daher inzwischen in Frankreich. In der Kreuzkirche bietet sich die Gelegenheit, diese besondere Musik kennenzulernen.

Am 22. Februar tritt die Gruppe Cheny Wa Gune aus Mosambik in der Künstlerzeche Unser Fritz auf. Hier lernen die Besucher unter anderem eine ganz besondere Form des Xylophons kennen.

Die israelische Künstlerin Talya G.A. Solan präsentiert am 24. März Lieder der jemenitischen Diaspora.

Als neuer Veranstaltungsort ist in diesem Jahr die ev. Christuskrche an der Hauptstraße 245 dabei. Dort gibt es klassiche indische Musik von Sumitra Das Goswami zu hören.

Eine weitere Premiere gibt es am 13. Juni, wenn das letzte Konzert des ersten Halbjahres 2015 im Rahmen des Kulturfestivals im Schlosspark Strünkede über die Bühne geht. Dabei unterhält die Gruppe Kan’nida aus Guadeloupe ihre Zuhörer mit karibischen Klängen.

Der Eintritt zu den Auftritten ist frei. Der Bitte um eine Spende nach den Konzerten kommen die Besucher aber offenbar gerne nach. Denn der Reihenauftakt mit dem Ensemble Ramel ist ein Zusatzkonzert, „das komplett aus den Spenden finanziert wurde“, verrät Markus Heißler.

Organisiert wird die Weltmusik-Reihe über das Netzwerk „Klangkosmos NRW“. Herne ist seit 2011 dabei und konzentriert sich mit Hinblick auf den Eine-Welt-Gedanken „auf außereuopäische Künstler“, so Heißler.

Kinder an die Kunst heranführen


Eines der Kernanliegen der Veranstalter ist die kulturelle Bildung. In diesem Zusammenhang gibt es eine Zusammenarbeit mit Schulen und Jugendeinrichtungen, um Kinder „an Kunst und Kultur heranzuführen“, erklärt Klaus-Dieter Gülck vom Kulturbüro der Stadt Herne.

Daher geht nun ein an Grundschüler adressiertes Projekt in die Pilotphase geht. Dabei besuchen die Künstler die Einrichtungen, musizieren, stellen Instrumente vor und beantworten Fragen der Kinder. Die ersten dieser Workshop-Konzerte fanden im November letzten Jahres mit der Gruppe Nobuntu aus Zimbabwe statt. Die Musiker von Ramel sind nun bereits für einen Besuch der Grundschule Pantringshof gebucht. „Weitere Schulen und Einrichtungen können sich gerne melden“, so Heißler. Kontakt unter Tel. 02323/994970.
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