Zum letzten Mal "Leider deutsch"

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Fünf jugendliche Darsteller wurden für die Produkation gesucht und gefunden - doch sie begannen nach der Schule ein Studium oder eine Ausbildung. (Foto: Mischa Lorenz)

Zum letzten Mal hebt sich im Februar in den Flottmann-Hallen der Vorhang für das Theaterstück "Leider deutsch". Das Ensemble wird in seiner aktuellen Besetzung nicht mehr zusammen auftreten können.

Die Produktion von Autor Christian Schönfelder und Regisseur Frank Hörner lebte davon, dass neben drei professionellen Schauspielern fünf junge Darsteller auf der Bühne standen. Einige von ihnen gehen nun schon seit einiger Zeit andere berufliche Wege. Sie studieren Psychologie, bewerben sich an Schauspielschulen, lassen sich zum Erzieher oder Maskenbildnerin ausbilden.

Aus diesen Gründen wird "Leider deutsch" am Donnerstag, 16. Februar, um 11 Uhr sowie am darauffolgenden Tag um 11 und um 19 Uhr zum letzten Mal auf die Bühne gebracht. Das Stück richtet sich an Zuschauer ab zwölf Jahren. Karten kosten 12 beziehungsweise ermäßigt 6 Euro. Schulklassen, die die Vormittagsvorstellungen besuchen wollen, zahlen 5 Euro pro Person. Anmeldungen nimmt Gabriele Klocke unter der Telefonnummer 0162-2869037 entgegen.

Um das Thema Migration glaubwürdig inszenieren zu können, hatten Schönfelder und Hörner nach jugendlichen Darstellern gesucht, die diesen Hintergrund haben. Grundlage für das Stück war eine Geschichte, die ihnen ein Schüler erzählt hatte: Anna, die deutsche Jungen langweilig findet, verliebt sich auf dem Schulweg in Ali, der eigentlich Albert heißt und Deutscher ist.

"Leider deutsch" erhielt in den vergangenen beiden Jahren mehrere Auszeichnungen, so den Preis der Jury auf dem Westwindfestival und dem Spielartenfestival. Das Stück wurde auch außerhalb von Herne aufgeführt. Ob es eine Fortsetzung in neuer Besetzung geben wird, ist derzeit noch offen. "Vielleicht wird es ,Leider deutsch' in den kommenden Jahren noch einmal geben, mit anderen jungen Darstellern, die eigene Geschichten mitbringen und somit vielleicht auch das Stück noch einmal ganz anders erzählen", so Schönfelder und Hörner.
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