Ein gutes Gesamtkonzept

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Bettina Szelag und die Mitglieder des Arbeitskreises Barrierefreies Bauen waren zufrieden mit dem, was sie bei der Besichtigung des Technischen Rathauses sahen. (Foto: Arbeitskreis Barrierefreies Bauen)

Der Arbeitskreis Barrierefreies Bauen hat bei einem Vor-Ort-Termin das zukünftige Technische Rathaus an der Ecke Landgrafen-/Langekampstraße unter die Lupe genommen und dem Gesamtkonzept eine gute Note ausgestellt. Der Geschäftsführer der Herner Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft, Thomas Bruns, erläuterte ausführlich die Planungen im Hinblick auf die Barrierefreiheit.

Die Mitglieder des Arbeitskreises erhielten einen guten Überblick darüber, wie auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen bei den Planungen Rücksicht genommen wurde. Das heißt konkret, dass es Eingangs-Rampen, Fahrstühle mit Sprache und Kameras, Behinderten-WC's, verbreiterte Türen, Behinderten-Parkplätze, Piktogramme an den Kundentoiletten, große Übersichtstafeln am Eingang, optische Leitstreifen auf dem Boden des Eingangsbereiches und Informationsstreifen an den Wänden jeder Etage gibt.

Besonders erfreut zeigten sich die Besucher über die Nachricht, dass mit der Wewole der perfekte Partner für die öffentliche Kantine gewonnen werden konnte. „Somit kann einem der Ziele, die im Inklusionsplan der Stadt verankert wurden, nämlich ausreichend Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen außerhalb der Werkstatt zu schaffen, tatsächlich einen großen Schritt näher gekommen werden“, zeigt sich die Vorsitzende des Arbeitskreises sowie des Beirates für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Bettina Szelag, begeistert. Mindestens zehn Arbeitsplätze werden hier entstehen.

Die Arbeitskreis-Mitglieder regten außerdem an, eine Orientierungstafel im Eingangsbereich in Blindenschrift sowie hell-dunklen Kontrasten bei der weiteren Farbgestaltung, zum Beispiel im Sanitärbereich, anzubringen. Durch derartige Hilfen können sich auch Menschen ohne oder mit geringem Sehvermögen gut zurecht finden.

Vor der Führung durch die Baustelle stand noch ein Gespräch mit dem Landschaftsarchitekten des LWL-Museums, Sebastian Sippel und dem Vertreter des Fachbereichs Tiefbau bei der Stadt, Peter Sternemann an. Gesprochen wurde über die barrierefreie Gestaltung des LWL-Museumsgeländes, das im Zuge der Baumaßnahmen am Europaplatz geplant wird.

Das Fazit von Bettina Szelag lautete: "Wir sind begeistert darüber, dass unsere Ideen inzwischen nicht mehr einfach als zu teuer abgetan werden, sondern ernsthaft mit uns über Lösungen diskutiert wird. Für viele Baumaßnahmen, die es Menschen mit Hilfebedarf einfacher machen, sich in unserer Stadt selbständig zu bewegen und zurecht zu finden, werden die finanziellen Mittel von vornherein mit eingeplant. Ein Nachrüsten ist am Ende meistens noch teurer."

Quelle: Arbeitskreis Barrierefreies Bauen
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