Ein Spatz für Willi und Lady / Bio-Station ehrt berittenen Landschaftswächter

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Ein Pferd hat Willy Kempka bereits, Lady heißt es, jetzt nennt er auch einen besonderen Vogel sein eigen: Freitagnachmittag überreichte ihm Christian Stratmann im Haus der Natur den „Herner Spatzen“, mit dem sein Einsatz für Natur und Umwelt in Herne gewürdigt wird. Rechts im Bild Stefan Welzel von der Biologischen Station. Foto: Detlef Erler
Herne: Haus der Natur |

Seit 20 Jahren trabt Wilhelm Kempka hoch zu Ross durch Hernes Grün und hat ein Auge auf Veränderungen in der Landschaft. Der Mann mit dem Cowboyhut ist ehrenamtlicher Landschaftswächter. Für sein Engagement wurde er nun mit dem „Herner Spatzen“ ausgezeichnet.

Den Bogen zwischen der Auszeichnung und ihrem Namensgeber schlug Willi Kempka, der von seiner Frau Elisabeth begleitet wurde, in seiner Dankesrede. „Die Pferdeäpfel sind‘s“, schmunzelte der frisch Geehrte. Kaum waren die gefallen, hätten die Spatzen sich darum gebalgt. Doch der Sperling, früher ein Allerweltsvogel, ist heute selten geworden.
Um auf sein Schicksal aufmerksam zu machen, hatte die Biologische Station ihren Umweltpreis nach ihm benannt.

Sperling ist
selten geworden

Alle zwei Jahre wird er vergeben, manchmal gleich doppelt. Willi Kempka ist der siebte Preisträger; sein Spatz der erste einer zweiten Serie, die Norbert Szamida in der Jugendkunstschule gefertigt hat (wir berichteten). Nach Grußworten von Erika Wagner, der Vorsitzenden des Trägervereins der Biologischen Station, und Oberbürgermeister Horst Schiereck überreichte Christian Stratmann, Mondpalast-Prinzipal und Schirmherr der Aktion, den besonderen Vogel und hielt die Laudatio auf den 80-jährigen Willi Kempka, der auf seinem treuen Pferd Lady auch weiterhin in den Wäldern und Parks unserer Stadt unterwegs sein wird.
Bisherige Preisträger des Herner Spatzen waren Oberstadtdirektor a. D. Dr. Roland Kirchhof (2005), Hiltrud Buddemeier und Karl-Heinz Monno (beide 2007), Ex-Karstadt und IG-City-Chef Benno Nolte (2009) sowie die Lehrer Annemarie Krone und Joachim Lilei (beide 2011). Alle noch lebenden Preisträger hatten sich am Freitag zur Verleihung im Haus der Natur eingefunden. Sein ehemaliger Karstadt-Kollege Gerd Cerny vertrat den verstorbenen Benno Nolte.

Eine Belohnung für das treue Reittier "Lady" gab es zuhause im Stall. Hiltrud Buddemeier vom BUND hatte Willi Kempka für "Indian Summer Night", wie es mit "bürgerlichem Namen" heißt, einen leckeren "Präsentkorb" mitgegeben.
http://www.lokalkompass.de/herne/leute/der-herner-spatz-wie-und-wo-er-das-licht-der-welt-erblickt-d281655.html
http://www.lokalkompass.de/herne/leute/herner-spatz-geht-an-willi-kempka-d277101.html
http://www.biostation-ruhr-ost.de/frameset_veranstaltungen.html
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