Eine Herzensangelegenheit

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Ali Halboos war zuletzt in Hagen tätig. (Foto: Evangelisches Krankenhaus Herne)

Herz-Kreislauferkrankungen sind in Deutschland die häufigste Todesursache. Deshalb war es für das Evangelische Krankenhaus nur eine Frage der Zeit, wann es den kardiologischen Schwerpunkt ausbauen würde. Mit Ali Halboos wird das Team nun um einen dritten Chefarzt erweitert.

Bereits 2014 hatte das Evangelische Krankenhaus mit der Einrichtung eines Linksherzkathetermessplatzes erste Schritte in Richtung Ausbau der Kardiologie unternommen. Unter der Regie von Halboos ist das Leistungsspektrum nun deutlich erweitert worden.

Es ist Standard im Evangelischen Krankenhaus, dass eine Katheteruntersuchung über die Handschlagader erfolgt, was für den Patienten wesentlich angenehmer ist als die noch in vielen Fällen übliche Variante über die Leiste. Ebenfalls Standard ist, dass im Bereich der Herzschrittmacher und Defibrillatoren nur modernste Systeme mit neuester Sondentechnologie eingesetzt werden. Diese halten auch einer Magnetresonanztomographie Stand.

Für die meisten Herzpatienten, die unter Vorhofflimmern leiden, ist der Blutverdünner Marcumar oder eins der neueren Medikamente lebensnotwendig. Für Patienten, die allerdings schon eine Komplikation, insbesondere eine schwere Blutung unter dem Blutverdünner hatten, steht eine Alternative zur Verfügung. Hier bietet der neue Chefarzt ein innovatives invasives Verfahren an, den Vorhofohrverschluss. Dabei handelt es sich um ein schirmchenförmiges Implantat, das dafür sorgt, dass kein Blutgerinnsel ins Hirn gelangt.

Ab 1. Mai wird das Evangelische Krankenhaus rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr kardiologische Notfallpatienten zu versorgen. Das Ärzteteam umfasst dann fünf Kardiologen. „Mit Dr. Halboos als Chefarzt und einem entsprechenden Team zu seiner Unterstützung können wir sagen, dass wir Expertenstandard abbilden“, sagt Heinz-Werner Bitter, Geschäftsführer der Evaneglischen Krankenhausgemeinschaft Herne/Castrop-Rauxel.

Als Kardiologe weiß Halboos aber auch, wie wichtig der richtige Ausgleich zu seinem Arbeitsalltag ist. Diesen findet er bei seiner Familie sowie beim Orgelspiel, das für den Organisten seit seinem fünften Lebensjahr dazugehört. Und noch eine Herzenssache gibt es für den 37-Jährigen: Seit 2002 besitzt er eine Berufspilotenlizenz. Bis die Familie die Hauptrolle in seinem Leben übernahm, flog er in mehr als 3500 Flugstunden Businessjets über Europa.
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