Keine Chance für Einbrecher: Wohnungsverein Herne eG und Polizei beschlossen Kooperation

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Unterzeichneten einen Kooperationsvertrag (v.l.): Karl-Heinz Abraham, Vorstandsmitglied der Wohnungsverein Herne eG, Vorstandsvorsitzende Sonja Pauli, Polizeipräsidentin Kerstin Wittmeier und Alexander Rychter, Verbandsdirektor der Wohnungswirtschaft Rheinland Westfalen.

„In den Jahren 2014 und 2015 haben sich die Einbruchszahlen verdreifacht“, so Sonja Pauli, Vorstandsvorsitzende der Wohnungsverein Herne eG. Dies und die gestiegene Anfrage der Mieter, Sicherheitsvorkehrungen installieren zu wollen, führte dazu, dass der Verein nun eine Kooperationsvereinbarung mit dem Bochumer Polizeipräsidium unterzeichnet hat, um Einbrüchen in vereinseigene Wohnungen künftig besser entgegenwirken zu können.

„Wir mussten reagieren“, erklärte Pauli angesichts der zunehmenden Diebstähle. Schon seit Jahresbeginn befolgt der Wohnungsverein die Qualitätsansprüche der Polizei. So werden Mitglieder bei Fragen, wie sie sich gegen Einbrüche schützen können, an die Beratungsstelle der Bochumer Kriminalprävention verwiesen.
Ein Nachweis über diese Beratung ist auch Voraussetzung, um in den Genuss eines Zuschusses zu kommen, wenn ein Mieter seine Wohnung etwa mit einem Panzerriegel versehen möchte. Jährlich insgesamt 20.000 Euro stellt der Wohnungsverein seit diesem Jahr zur Verfügung, um Mieter bei der sicherheitstechnischen Aufrüstung zu unterstützen. „Unsere Mitglieder müssen sich an den Kosten mit mindestens der Hälfte beteiligen“, so Pauli. Zudem dürfen sie nur zertifizierte Firmen mit der Installation beauftragen.

32 Anträge im Jahr 2016

Zwischen 1.350 und 1.400 Wohneinheiten umfasst der Bestand des Herner Vereins. 32 Anträge auf Unterstützung sind in diesem Jahr eingegangen, „aber da waren auch acht Rücknahmen dabei, weil es den Mitgliedern zu teuer war“, erläuterte Pauli. „500 Euro können für ein gutes Schloss schon anfallen.“
Zum Auftakt der landesweiten Präventionswoche „Riegel vor! Sicher ist sicherer“ folgte jetzt die Vertragsunterzeichnung, um die Zusammenarbeit von Wohnungsverein und Polizei zu verfestigen. „Wir gehen die Kooperation sehr gern ein, weil das Sicherheitsbedürfnis der Menschen sehr ausgeprägt ist“, sagte Polizeipräsidentin Kerstin Wittmeier.

Einbruchszahlen gesunken

Was die Einbruchszahlen in ganz Herne angeht, hatte sie gute Nachrichten zu verkünden. Im Jahresvergleich lägen sie aktuell um 17,45 Prozent niedriger, sagte sie, schränkte allerdings ein, dass sich die Zahlen in Herne immer in einem hohen Bereich bewegt hätten.
Zudem sei aber auch die Versuchsquote der Einbrüche auf 46 Prozent gestiegen, das heißt, dass 46 von 100 Einbruchsversuchen scheitern. „Unser Ziel ist es, eine möglichst hohe Versuchsquote zu haben“, so Wittmeier.
Diese Entwicklung führt Andreas Dickel, Leiter der Kriminalpolizei, vorrangig auf zwei Maßnahmen zurück. „Wir sind massiv präsent gewesen“, berichtete er, und diese Sichtbarkeit der Polizei in der Stadt habe nach den jetzigen Erkenntnissen dazu beigetragen, dass Herne von Einbrechern mehr als bisher gemieden werde.
Außerdem würden Bezirksbeamte bei jedem Einbruchsopfer vorbeikommen, um sich zu erkundigen, ob etwas bemerkt worden sei, was dann bei den Ermittlungsansätzen weiterhelfe, so Dickel.
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1 Kommentar
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Wolfgang Höffchen aus Castrop-Rauxel | 01.11.2016 | 09:24  
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