Lebensgefahr durch illegale Baumfällung

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Das wird teuer: Die beiden Hobby-Holzfäller werden den Einsatz der Feuerwehr wohl bezahlen müssen. (Foto: Kommunaler Ordnungsdienst Herne)

Er ist Holzfäller, es geht im gut, am Tag packt ihn die Arbeitswut: Der Aufmerksamkeit des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) ist es zu verdanken, dass eine lebensgefährliche Aktion in der vergangenen Woche ohne Personenschaden ausgegangen ist.

Zwei Mitarbeiter des KOD sahen bei ihrem Rundgang zwei Männer, die mit unzureichender Ausrüstung und erkennbar mangelndem Fachwissen einen etwa zehn Meter hohen Baum neben einem Haus an der Vödestraße fällen wollten. Mit einer Handsäge war der Stamm auf etwa der Hälfte bereits weit eingesägt und die Krone entfernt worden.

Gelandet wäre der Torso wahrscheinlich auf der weder gesperrten noch anderweitig gesicherten Straße oder auf dem Haus. Die Mitarbeiter des KOD stoppten das waghalsige Unterfangen und informierten den Fachbereich Stadtgrün sowie die Feuerwehr. Nachdem Stadtgrün den Baumfrevel aufgenommen hatte (eine Genehmigung zum Fällen des durch die Baumschutzsatzung geschützten Baums lag weder vor noch war sie beantragt worden) musste die Feuerwehr den Baum fachgerecht entfernen. Dieser war durch die Arbeiten leider so stark geschädigt, dass er nicht mehr standsicher und überlebensfähig war. Für die Fällung zog die Feuerwehr auch den Kran der Bochumer Kollegen hinzu. Sie selbst war mit einer Drehleiter im Einsatz.

Für die verhinderten Holzfäller wird die Aktion nicht ohne Folgen bleiben. Die ungenehmigte Fällung eines geschützten Baums ist eine Ordnungswidrigkeit. Daher hat die Stadt ein Verfahren eingeleitet Zudem stellt die Feuerwehr die Kosten des Einsatzes den Verursachern in Rechnung, da diese grob fahrlässig gehandelt haben.
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