Mehr als 50000 Kilometer fürs Hospiz

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Geschafft! Gut 300 Kilometer war diese Gruppe um Sven Sawatzki von Duisburg bis nach Bensersiel an der Nordsee gefahren, um das Herner Hospiz zu unterstützen. (Foto: privat)

Das zehnte Spendenradeln für das Lukas-Hospiz bewies erneut, dass es auch über die Stadtgrenzen hinaus längst zu einer Kultveranstaltung geworden ist.

Als Mitorganisator Helge Kondring kurz nach 18 Uhr mit einem vorläufigen Endergebnis in der Hand das Mikrofon von der Country-Band The Krauts übernahm, strahlten Veranstalter und noch anwesende Teilnehmer mit der Sonne um die Wette. 844 Starter, davon 816 mit Start und Ziel in Herne, hatten insgesamt 51242 durch Tachos oder auch Fotos belegte Kilometer auf ihren Startkarten. Diese Leistung wird mit einem Euro pro Kilometer von Sponsoren für die Arbeit des Hospizes vergütet. Und damit wurde auch eine neue Schallgrenze durchbrochen. Die Marke von rund 400000 Euro Spenden in den letzten zehn Jahren.

Das Teilnehmerfeld war wie immer breit gefächert. Von Firmenteams wie Adams, Evonik, Trinet-Aluminium oder UPS über den Skiclub Wanne-Eickel, den TV Börnig-Sodingen, den Herner TC, die Polizeigewerkschaft GdP, Radsportler aus Witten, Buer-Westerholt, Bochum, Dortmund sowie Hattingen und vor allem die mit mehreren geführten Touren die Organisation unterstützende Radsportgemeinschaft Herne bis hin zur Rheuma-Liga, alle gaben je nach Kondition auf den Strecken zwischen 14, 32, 42, 50, 74 und 111 Kilometern oder Touren eigener Wahl alles für den guten Zweck. Schon die 42 RSG-Starter zwischen 9 und weit über 70 Jahren brachten mehr als 3300 Kilometer auf ihren Startkarten mit ins Ziel. Das UPS-Team, bei dem eine Fahrerin unterwegs ihre Jacke vom Gepäckträger verlor, startete deswegen sogar ein zweites Mal und fand die Jacke dann tatsächlich auch wieder. Gleichzeitig drehten sich im Studio Feminin-Fitness an der Bochumer Straße die Schwungräder der Heimtrainer mit trainierenden Frauen im Sattel.

Ein besonderes Erlebnis hatte Hans-Jürgen Adamik von „Sodingen hilft“, der vom Parkplatz vor der Akademie über 80 angemeldete Sodinger in mehreren Gruppen auf die Tour zum Schiffshebewerk nach Henrichenburg schickte. Unter den Teilnehmern war ein junger blinder und tauber Starter mit zwei Begleitern, die vor ihm die Strecke freihielten und hinter ihm die Richtung vorgaben, während er selbst 33 Kilometer in die Pedalen seines Liegerads trat. Er habe sich mit der Teilnahme einen Herzenswunsch erfüllt, ließ er Adamik dankbar wissen.

Der von Joachim Wallbaum betreute Pannendienst musste nur zweimal aktiv werden. Bei einem Pedalbruch auf der Rückfahrt nach Herne und bei einem Kabelschloss, dessen Besitzer auf der Hospiz-Wiese den Schlüssel verloren hatte. Hier half nur noch eine Metallsäge, damit der Mann nach Hause fahren konnte.

Quelle: Helge Kondring
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