Tote auf der Halde identifiziert als Düsseldorferin

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Sandra Raasch wurde 35 Jahre alt und stammt aus der Obdachlosenszene. (Foto: Polizei Bochum)

Die am vergangenen Freitag auf der Halde Pluto aufgefundene Tote ist identifiziert worden. Es handelt sich bei der Frau um die 35 Jahre alte Sandra Raasch. Nun drängt sich für die Polizei eine konkrete Frage auf: Wo hat sich die Frau vor ihrem gewaltsamen Tod aufgehalten?

In einer gemeinsamen Erklärung machen Polizei und Staatsanwaltschaft Bochum konkrete Angaben zu dem Opfer. Sandra Raasch stammt aus Düsseldorf und bewegte sich dort in der Obdachlosenszene. Zuletzt war sie in am 1. Juli in der Landeshauptstadt in einer Unterkunft gesehen worden. Danach verliert sich ihre Spur - bis zum Auffinden ihrer Leiche am 15. Juli.

Sandra Raasch war circa 1,70 Meter groß und von etwas kräftigerer Statur. Zuletzt bekleidet war sie mit einer blauen Jeanshose sowie hellbeigen Leinenturnschuhen. Sie lispelte leicht und war in der Szene unter ihrem Spitznamen "Lady Raasch" bekannt. Sie hatte nackenlange dunkelblonde Haare, die zu einem modernen Pagenschnitt frisiert waren. Um den Hals sowie an ihren Hand- und Fußgelenken trug sie mehre Freundschaftsarmbänder sowie Ketten mit zum Teil auffälligen Anhängern in Form eines Büffelkopfes und einer Hand mit Kopfsymbol auf der Innenfläche. Am linken Handgelenk trug sie ein Armband, wonach sie am 14. Mai am Festival "Magic Spring" in Köln teilgenommen hat. An der Fundstelle des Leichnams wurde eine hüftlange, blaue Winterjacke mit braunen Holzknopfleisten aufgefunden, von der nicht gesagt werden kann, ob sie dem Tatopfer gehört.

Der zuständige Bochumer Staatsanwalt Danyal Maibaum und die Polizei bitten um Mithilfe: Wer kann Angaben zum Aufenthalt und zu Kontaktpersonen von Sandra Raasch im Zeitraum zwischen dem 1. und 15. Juli machen? Das Kriminalkommissariat bittet unter der Rufnummer 0234/9094110 um sachdienliche Hinweise.

Im Laufe der Ermittlungen hatte sich zunächst der Verdacht ergeben, dass es sich bei der Toten am Hang der Halde Pluto um eine am 9. Juli als vermisst gemeldete 36-Jährige aus Herne handeln könnte. In diesem Zusammenhang war ein Mann aus Gelsenkirchen festgenommen worden, der die Polizei zu einem anderen Tatort im Wanner Stadtpark führte. Bei der dort aufgefundenen Leiche handelte es sich um die vermisste Frau aus Herne (wir berichteten). Der Mann (35) gestand, sein Opfer vergewaltigt und erwürgt zu haben. Die Identität des zuerst aufgefundenen Leichnams, blieb damit zunächst weiter unklar.

Quelle: Polizei Bochum
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