Über Demokratie reden

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Neven Subotic, Philip Eckey und Moderatorin Blanka Weber (von links) diskutierten über Demokratie und Zivilcourage. (Foto: Volker Brockhoff)
Große Ehre für Philip Eckey von der Erich-Fried-Gesamtschule. Der 16-Jährige aus der Jahrgangsstufe 10 wurde beim "Demokratietag NRW" am 19. November in Dortmund auf das Podium geholt, um dort mit BVB-Star Neven Subotic über Demokratie und Zivilcourage zu diskutieren.

Verdient hat sich der Jugendliche diese Auszeichnung durch sein besonderes Engagement bei der Veranstaltung der Initiative „Demokratisch handeln“ in der Geschwister-Scholl-Gesamtschule in Dortmund-Brackel. Philip hatte zu Beginn der Tagung eine zusätzliche Arbeitsgruppe angeregt, in der über die US-amerikanische Präsidentschaftswahl diskutiert werden konnte. Ein Großteil der anwesenden rund 200 Jugendlichen nahm den Vorschlag begeistert auf und nutzte die Gelegenheit, um die Bedenken gegenüber populistischen Strömungen zum Ausdruck zu bringen.

Subotic, der selber als Kind mit seinen Eltern vor den ethnischen Konflikten im zerfallenden Jugoslawien geflohen war, warnte vor einer verkürzten Sicht auf die Wähler populistischer und fremdenfeindlicher Parteien. Vielmehr müsse nach den Ursachen gefragt, werden, warum Menschen sich von der Politik vernachlässigt fühlen gegenüber anderen, denen es eigentlich noch schlechter geht, als ihnen selber. Subotic sprach sich für eine inklusive Gesellschaft aus, in der alle gemeinsam die errungenen liberalen Werte verteidigen. Da sei viel ziviles Engagement gefragt. Der Profifußballer engagiert sich selber im Verein Kinderlachen für schwerkranke Kinder und hat eine international tätige Stiftung für Kinder in Not gegründet.

Zuvor hatte Schulministerin Silvia Löhrmann auf die besondere Bedeutung demokratiepädagogischer Arbeit an den öffentlichen Schulen hingewiesen. Auch die Ministerin forderte die Jugendlichen auf, sich gegen Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung zum Beispiel homosexueller Lebensgemeinschaften stark zu machen.

Ein besonderes Lob geht auch an die EFG-Schülerin Angelina Lachenicht aus dem 9. Jahrgang. Die 15-Jährige hatte sich zu einer Tagungspatenschaft für den jungen Flüchtling Mola aus Ghana bereiterklärt. Die Jugendliche begleitete den jungen Mann den ganzen Tag über und half Sprachbarrieren zu überwinden.

Der Erich-Fried-Gesamtschule war beim Demokratietag gleich mit zwei Projekten vertreten. Gemeinsam mit beteiligten Schülern berichteten die Lehrer Ulrich Kind und Isabell Tappenhölter über die Entstehung der aktuellen Anti-Kriegs-Projekte „Viele Grüße Ingrid“ und „Überlebenswege“ sowie die aufwendige Recherche-Arbeit der Schüler des Faches Kohlengräberland zu den historischen Hintergründen. Anna-Lena Hippert und Volker Brockhoff stellten die Partnerschaftsarbeit der EFG mit der Insel Ometepe vor. Besondere Beachtung fand dabei das aktuelle Projekt „Ein Haus für Ometepe“, durch das eine menschenwürdige Unterkunft für eine besonders bedürftige Familie geschaffen werden soll.

Quelle: Volker Brockhoff/Erich-Fried-Gesamtschule
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