Zertifikat für Kardiologie

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In der zertifizierten Chest-Pain-Unit des Evangelischen Krankenhauses sind Chefarzt Ali Halboos und Oberarzt Martin Simons sowie die Pflegekräfte Gülsüm Tekin und Sven Falkenberg tätig. (Foto: EvK)

Plötzlich bleibt die Luft weg, massive Schmerzen im Brustbereich setzen ein. Ist es ein Herzinfarkt, eine Blutdruckkrise, eine Lungenembolie oder eher eine Gastritis? Umfassende Klärung bietet eine Chest-Pain-Unit (CPU), auch Brustschmerzzentrale genannt.

Anfang des Jahres wurde die Einheit am Evangelischen Krankenhaus für rund 200.000 Euro eingerichtet. Und wenige Monate später halten Kardiologie-Chefarzt Ali Halboos und seine Mitarbeiter bereits das Zertifikat für die Qualität der Einrichtung und der dort geleisteten Arbeit in den Händen. Damit sind sie im Stadtgebiet die erste und einzige Kardiologie mit einer solchen Auszeichnung.

Insgesamt können von den rund 2000 Krankenhäusern in Deutschland 295 zertifizierte Chest-Pain-Units aufweisen. Das Zertifikat garantiert dem Patienten, dass jeder Diagnostik- und Behandlungsschritt vorgeschrieben ist, jedes Team-Mitglied, ob Pflegekraft oder Mediziner, weiß genau, welche Schritte in welcher Reihenfolge bei welchem Krankheitsbild als nächste erforderlich sind. Dadurch kann in einer Notfallsituation schnellstmöglich agiert werden.

Ob Mediziner oder Pflegekräfte, alle haben eine entsprechende Spezialausbildung, die sie für die Arbeit in der CPU qualifiziert. Darüber hinaus finden zweimal im Jahr verpflichtend für beide Berufsgruppen regelmäßige Trainings statt. „Was unsere CPU besonders kennzeichnet, sind die kurzen Wege innerhalb des Hauses, die deutlich unter dem liegen, was die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie in ihren Qualitätsrichtlinien fordert“, sagt Halboos. So befindet sich die Zentrale Notaufnahme des Evangelischen Krankenhauses mit ihren beiden Schockräumen direkt gegenüber.

Quelle: Evangelisches Krankenhaus
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