Amphibien sind unterwegs

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Schwer zu schleppen haben die Krötendamen an den kleineren Männchen. (Foto: Archiv Wochenblatt)

In den kommenden etwa sechs Wochen beginnt jetzt mit steigenden Temperaturen wieder die Wanderung von Amphibien zu ihren Laichplätzen.

Die Natur- und Landschaftsschutzgebiete im Voßnacken, der Gysenberg, der Bereich am Tierheim an der Hofstraße und der Landschaftspark Pluto V sind typische Schwerpunkte von Amphibienvorkommen in Herne. Erdkröten und Molche machen sich vor allem am frühen Morgen und abends auf den Weg. Deswegen stellt die Stadtverwaltung mit dem ehrenamtlichen Naturschutz Krötenschutzzäune an der Berliner Straße und der Hofstraße auf. Die zunächst in Eimern aufgefangenen Tiere werden von ehrenamtlichen Landschaftsschützern über die Straße getragen. So konnten bereits im vergangenen Jahr eine große Anzahl von Tieren vor dem „Unfalltod“ gerettet werden.

Die größten Amphibienvorkommen in Herne befinden sich im Naturschutzgebiet Voßnacken. Dort wurde in der Vergangenheit ein festes Leitsystem beim Bau einer neuen Zufahrtstraße für die wandernden Amphibien angelegt. Die Tiere werden durch das Leitsystem über 300 Meter entlang der Straße gefahrlos zu ihren Laichgewässern geführt.

Wie jedes Jahr wird auch während dieser Zeit die Zufahrt zu den vorderen neuen Parkplätzen und des Wendehammers am Forsthaus Gysenberg durch eine Schranke gesperrt. Die Sperrung erfolgt ab 18 Uhr und dauert bis in die Morgenstunden. Dort abgestellte Fahrzeuge sollten daher spätestens bis 18 Uhr aus diesem Bereich entfernt werden. Der Betreiber des Forsthauses weist mit einer besonderen Beschilderung auf die Sperrung hin.

Durch diese Schutzmaßnahmen kommt die Stadt den europäischen Vorgaben zum Schutz gefährdeter Amphibienarten nach. Der Fachbereich Stadtgrün bittet alle Verkehrsteilnehmer daher um besondere Sorgfalt und die Besucher des Forsthauses und des Gysenberger Waldes um Verständnis für die Sperrung ab den Abendstunden.

Quelle: Presseamt Stadt Herne
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