Grauwale suchen Walhai

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Noch ist die Grauwal-Gruppe voller Hoffnung, dass sich der Walhai auch ihnen zeigt. (Foto: Herner Grauwale)

Das Rote Meer ist von Deutschland aus gesehen das nächstgelegene tropische Meer. Daher ist es nicht verwunderlich, dass der Verein Herner Grauwale hier mehrfach im Jahr die und erlebnisreiche Unterwasserwelt aufsucht.

Bei der Jahresabschlussfahrt zum Roten Meer war diesmal aber etwas anders als sonst. Die Aussicht, einen Walhai zu sehen, war groß. Die Herner hofften auch deshalb auf diese außergewöhnliche Begegnung mit den größten Riesen der Weltmeere, weil ihr Tauchkamerad und Unterwasserfotograf Ludger Schöppner noch eine Woche vor der Vereinsfahrt während einer Fotosafari im Roten Meer in Höhe von Hurghada einen Walhai mehrfach gesehen und fotografiert hatte.

Ein Walhai ist so lang wie ein Bus und hat ein Gewicht von rund 20 Tonnen. In seinem Maul könnte ein Kleinwagen verschwinden. "Und trotzdem ist dieses beeindruckende und gigantische Tier für uns Taucher ungefährlich, da es sich ausschließlich von Plankton und Kleinstlebewesen ernährt", sagt Grauwal-Sprecher Horst Peters.

Schöppner hatte noch kurz vor der Abfahrt von der Begegnung mit dem großen Fisch erzählt. „Ich war hin und weg, als ich ihn aus der Nähe zu sehen bekam. Man möchte nirgendwo anders sein als in seiner Nähe. Seine Größe ist überwältigend und seine Augen, unglaublich, sie schauen dich richtig an. Es war einfach großartig und einmalig“, schwärmte der Fotograf.

Walhaie sind Einzelgänger. Bis heute ist nicht bekannt, wo sie sich paaren oder ihre Jungen zur Welt bringen. Das Verhalten und die Lebensweise dieser Haie zu untersuchen, ist schwierig, weil sie schwer zu finden und zu verfolgen sind. Sie können bis zu zweitausend Meter tief tauchen. Sie atmen wie alle Haie mit ihren Kiemen und tauchen nur auf, wenn sie an der Wasseroberfläche Nahrung vermuten.

Am Ende machten sich dreizehn Vereinsmitglieder für eine Woche auf nach Ägypten, um das besondere Taucherlebnis im Roten Meer zu genießen. Die Bootsbesatzung berichtete bei der Ankunft der Herner von der Sichtung eines Walhais. Leider hatte sie das Tier da aber schon wieder seit ein paar Tagen aus den Augen verloren. Leider tauchte er auch nicht mehr auf, nachdem die Herner an Bord gekommen waren. Auch wenn der Walhai sich nicht sehen ließ, wurden die Teilnehmer durch Riffhaie, Napoleonfische, Rochen, Schildkröten und Korallen in allen Farben und Formen entschädigt. Aber keine Frage, im nächsten Jahr werden die Grauwale ihre Suche wieder aufnehmen.

Quelle: Herner Grauwale
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